IT-Spezialisten viermal häufiger krank als der Durchschnitt

IT: Branche mit ungesunden Traumjobs

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Permanenter Zeitdruck, widersprüchliche Arbeitsanforderungen und überlange Arbeitszeiten - IT-Spezialisten weisen viermal häufiger Stress-Symptome auf als der Durchschnitt deutscher Beschäftigter. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Instituts Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen. Ihr Rat: Mitarbeiter in IT-Projekten sollten bei Vertragsverhandlungen mitreden dürfen.

„Der IT-Sektor stellt eine Art Leitbranche für die Arbeit in der Wissensgesellschaft dar, die für die öknomische Entwicklung eine wichtige Rolle spielt“, so Anja Gerlmaier vom IAT. Insofern präge der Sektor das allgemeine Bild vom modernen Arbeiten.

Wenn die Einschätzung zutrifft, sieht dieses Bild nicht gut aus: Gerlmaier prophezeit eine Reihe chronisch übermüdeter Zyniker, desillusioniert und ausgebrannt. Das, was sie an ihrem Beruf schätzen – interessante Aufgaben und das Gefühl, sich selbst zu verwirklichen – reicht nicht mehr aus, um den Frust zu stoppen.

Als konkrete Stressfaktoren in IT-Projekten nennen die IAT-Wissenschaftler:

  • Widersprüchliche Arbeitsziele, zum Beispiel, wenn Kunden während der Arbeit am Projekt Zusatzaufträge erteilen, die ursprünglich vereinbarten Aufgaben aber trotzdem termingerecht und ohne zusätzliche Kosten erfüllt werden müssen,

  • Widersprüche zwischen Aufgaben und Ausführungsbedingungen, etwa, wenn Mitarbeitern unangemessene Hard- und Software zur Verfügung haben, sowie

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