Risiko durch Social Media

IT-Chefs gegen Facebook am Arbeitsplatz

17. August 2010
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zwei von drei deutschen IT-Entscheidern sind gegen die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz. Sie begründen das nicht nur mit Sicherheitsbedenken, sondern fordern auch eine Trennung von Job und Privatleben.
Die Nutzung zum Beispiel von Facebook sei Privatsache, so lautet das Ergebnis einer Umfrage von NIFIS.
Die Nutzung zum Beispiel von Facebook sei Privatsache, so lautet das Ergebnis einer Umfrage von NIFIS.
Foto: Techniker Krankenkasse

"Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps" - damit halten es vier von zehn deutschen IT-Chefs. Sie wollen nicht, dass Angestellte am Arbeitsplatz Social Media-Dienste wie FacebookFacebook, Xing oder TwitterTwitter nutzen. Ihr Argument: Die Nutzung dieser Services sei Privatsache und solle das auch bleiben. Das geht aus einer Umfrage der Nationalen Initiative für Informations- und Internetsicherheit (NIFIS) aus Frankfurt/M. unter rund 100 IT-Führungskräften hervor. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

Weitere 26 Prozent führen Sicherheitsbedenken an. Sie erklären, die Nutzung dieser Dienste stelle ein "nicht zu kalkulierendes Risiko für die IT- und Informationssicherheit eines Unternehmens" dar. Daher schlagen sie vor, solche Sites zu sperren.

Andererseits: Mehr als jeder Dritte (34 Prozent) sieht Vorteile bei Social MediaSocial Media. Es handle sich dabei um "eine schnelle und unkomplizierte neue Form der Kommunikation", die einen "wertvollen Austausch von Informationen" ermögliche. Sie wollen den Mitarbeitern die Nutzung deshalb erlauben. Alles zu Social Media auf CIO.de

Whitepaper: Die Kosten von Datenverlusten

Die weltweit durchgeführte Ponemon-Studie "Cost of a Data Breach 2016" zeigt: Datenpannen verursachen immer höhere Ausgaben für Unternehmen. So wuchsen die Kosten, die ein Unternehmen nach jedem gestohlenen oder verlorenen Datensatz tragen muss, von 154 Dollar im Jahr 2015 auf 158 Dollar im Jahr 2016. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Lesen Sie in diesem Report die detaillierten und aktualisierten Ergebnisse für das Jahr 2016.

Beim Stichwort Sicherheit haben die Autoren der Befragung nochmals nachgehakt, und zwar im Hinblick auf DatenschutzDatenschutz. Dabei zeigt sich eine knappe Mehrheit von 52 Prozent gelassen. Sie finden, angesichts der Vernetzung verschiedene Kanäle, der Kontaktfreude und dem Mitteilungsbedürfnis vieler Menschen sollten sich die Nutzer nicht beschweren. Sie machten sich ja freiwillig zum Teil dieser Netze. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

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