Uneffektive Werkzeuge und endlose Kosten

IT-Chefs sind frustriert von ERP

24. Januar 2007
Von Tanja Wolff
Mehr als ein Viertel der Firmen weltweit ist unzufrieden mit ihren ERP-Systemen. Nur sieben Prozent sind immer zufrieden mit ihren Enterprise Applikationen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Technology Evaluation Centers (TEC) und des Anbieters Agresso.
Mehr als drei Viertel fühlen sich mit ERP in der Kostenfallen.
Mehr als drei Viertel fühlen sich mit ERP in der Kostenfallen.

70 Prozent der IT-Manager fühlen sich in den endlosen Kosten einer ERP-Implementierung gefangen. Die meisten Firmen, die mit einem ERP-System arbeiten, geben kontinuierlich Geld aus, um die Applikation den sich ändernden und wachsenden Geschäftsbedürfnissen anzupassen.

Die Untersuchung zeigt eine weltweite Unzufriedenheit mit ERP- und Unternehmens-Applikationen. Ein Drittel der Befragten beklagt sich darüber, dass sie nicht mit effektiven Werkzeugen ausgestattet werden. Unter diesen Voraussetzungen können sie ihre Geschäftsziele nicht verfolgen.

73 Prozent müssen regelmäßig Geld in ihr ERP-System stecken.
73 Prozent müssen regelmäßig Geld in ihr ERP-System stecken.

Mehr als zwei Drittel der IT-Entscheider investieren regelmäßig in die Weiterentwicklung, Upgrades und Hilfsapplikationen. Der Grund: Führende ERP-Hersteller konzentrieren sich nur auf die Flexibilität in der Pre-Implementierung. Um das ERP-System anzupassen, müssen Firmen anschließend mit hohen Investitionskosten kämpfen.

"Die wachsenden Frustration über ERP-Systeme zeigt, dass diese nicht für unsere schnelllebige Geschäftswelt gemacht sind", sagt Agresso-Geschäftsführer Dieter Große-Kreul. Vor allem Dienstleister und die private und öffentliche Verwaltung bräuchten eine ERP-Applikation, die auch nach der Implementierung sehr agil und flexibel ist.