Nur bei Standardlösungen stark

IT-Dienstleister mit mangelhaftem Service

08. März 2004
Von Patrick Goltzsch
Das Gros der deutschen IT-Dienstleister vernachlässigt bereits bei der Ausschreibung spezielle Kundenwünsche. Statt dessen konzentriert sich die Branche lieber auf Standardlösungen, so eine aktuelle Studie.

Komplexe ProjekteProjekte, die einen hohen Anpassungsaufwand erfordern werden von deutschen IT-Dienstleistern stiefmütterlich behandelt. 80 Prozent der Service-Anbieter verdienten sich bereits in der Ausschreibungsphase die Note "mangelhaft", so eine Studie der Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner. Nur 45 Prozent der Anbieter antworten fristgerecht auf die Ausschreibung. Gerade 36 Prozent widmen dem Pflichtenheft die notwendige Aufmerksamkeit und nur ein Viertel versucht, über den persönlichen Kontakt unklare Details zu klären. "Wenn die Anpassungskosten die Basiskosten für die Software überschreiten, sinkt die Teilnahmequote dramatisch", sagt Matthias Richter, Autor der Studie. Alles zu Projekte auf CIO.de

Nur fünf Prozent der IT-Dienstleister verhalten sich vorbildlich. Weitere 15 Prozent werden von Putz & Partner noch als "gut" bis "befriedigend" eingestuft. Beim großen Rest schließt die Unternehmensberatung auf Unstimmigkeiten im Angebotsprozess, entweder auf Grund mangelnder Kapazitäten oder Kompetenzen.

Leistungsstark zeigen sich die Anbieter nur, wenn es um Standardlösungen geht. Dann stimmen die Angebote hinsichtlich Hard- oder Software und bei Dienstleistungen, wie Installation, Wartung und Schulung.

Für die Studie wurden in den letzten drei Jahren 112 Ausschreibungen mit insgesamt 643 Anbietern ausgewertet. Bei der Analyse wurden Angebote von Anwendungssoftware über Systemlösungen mit und ohne OutsourcingOutsourcing bis hin zu Großprojekten berücksichtigt. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

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