Rezepte für die optimale Zusammenarbeit

IT-Dienstleister richtig führen

06. Juni 2006
Von Stefan Holler
Die Zusammenarbeit von IT-Dienstleistern und ihren Kunden ist nicht immer konfliktfrei. Auf dem "Outsourcing & IT Summit" der Unternehmensberatung Gartner zeigte Peter Hutchinson, Managing Director UK Public Sector bei Fujitsu-Services, wie Verantwortlichkeiten zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern ideal verteilt werden sollten. Nachhaltigkeit sei dabei ein besonders wichtiger Punkt. Seine Kernbotschaft: Jedes Unternehmen bekommt den IT-Dienstleister, den es verdient.
Die Macht geschäftlicher Beziehungen
Die Macht geschäftlicher Beziehungen

Die Wertschöpfung eines Unternehmens sei bei der richtigen Wahl des IT-Dienstleisters als wichtiger Faktor gleichermaßen mit zu berücksichtigen. So gebe es Kosten, die zwar unvermeidlich seien aber dennoch reduziert werden könnten. Dazu zählt Hutchinson Ausschreibungs- und externe Beraterkosten, Angebots-, Transaktions- sowie laufende Management-Kosten.

Vermeidbare Belastungen hingegen seien unangemessene Anforderungen in Leistungsverträgen oder das Festhalten an zu großen In-House-Teams. Ebenso sollten den Lieferanten keine Risiken auferlegt werden, die sie nicht bewältigen können. Gleichfalls überflüssig sind teure Versicherungsanleihen sowie Finanzierungsfragen, wenn Kredite anderweitig günstiger aufgenommen werden können. "Machen Sie sich bewusst, was den Unternehmens-Wert wirklich steigert und was ihn zerstören kann", empfiehlt Hutchinson.

Statt einzig und allein auf kurzfristige Einsparungen durch OutsourcingOutsourcing zu setzen, müssen die Beteiligten nach Konstellationen suchen, die sich auch mittel- und langfristig für alle Partner lohnen. Frei nach dem Motto: Werte schaffen – anstatt Werte herauszupressen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Im Grunde genommen möchten Dienstleister gewinnen, und sie sind deshalb versucht, "Ja" zu sagen. Das kann funktionieren, hat aber auch zahlreiche Folgen: So wird zum Beispiel wachsendes Vertrauen und Teamarbeit gehemmt, defensives Dienstleister-Verhalten gefördert und der Schwerpunkt zu sehr auf Vertragsdetails gelegt. "Konzentrieren Sie sich auf echte Wertschöpfung - offen und für alle Seiten fair kalkuliert. So bauen Sie stabile und ehrliche Geschäftsbeziehungen auf, die sich auf lange Sicht lohnen" lautet der Rat von Hutchinson. Klar festgelegte Ziele seien für beide Seiten Erfolg versprechend und umsetzbar.

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