Keine Strategie

IT-Firmen schlafen bei Personalsuche

19. Mai 2008
Von Alexander Galdy
Neun von zehn Unternehmen aus der IT-Branche konnten im vergangenen Jahr offene Stellen nicht besetzen. Schnell taucht dabei wieder das Gespenst "Fachkräftemangel" auf. Aber bitte nicht vorschnell urteilen, denn die Ursachen für das Problem liegen meist bei den Firmen selbst, wie eine Umfrage von Compamedia zeigt.
Maßnahmen des Employer Brandings bleiben meist ungenutzt.
Maßnahmen des Employer Brandings bleiben meist ungenutzt.

Vielen IT-Unternehmen fehlt eine Strategie bei der Personalsuche. Vor allem beim Aufbau einer Arbeitgebermarke zeigen sie große Defizite. Drei Viertel von ihnen agieren beim Personal-Marketing ohne festen Plan. Zwei Drittel kennen die Erwartungen ihrer Bewerber an das Unternehmen nicht. Nicht verwunderlich, wenn laut Studie nur 31 Prozent der Befragten zeigen, welchen Mehrwert sie ihren Bewerbern als Arbeitgeber bieten.

Obwohl gerade in der IT-Branche viele Unternehmen einen FachkräftemangelFachkräftemangel beklagen, haben sich bisher nur 41 Prozent mit dem Thema "Employer Branding" auseinandergesetzt. Im Gegensatz dazu steht, dass 88 Prozent der Verantwortlichen das für ganz entscheidend halten, um in Zukunft Mitarbeiter zu rekrutieren. Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de

Das Wissen um den strategischen Aufbau einer Arbeitgebermarke wird laut Compamedia zur Schlüsselfunktion für Personal- und Marketing-Manager und ist für die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität ausschlaggebend. Das belegt auch die Umfrage: Vier von fünf der Befragten möchten ihre Kenntnisse in Employer Branding erweitern.

Die häufig vertretene Meinung, ländliche Standorte seien für den Mittelstand ein Nachteil bei der Mitarbeitergewinnung, ist laut Report so nicht haltbar. Die wenigsten Probleme bei der Personalsuche haben demnach IT-Unternehmen auf dem Land. 83 Prozent der Firmen mit Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern sitzen im Zentrum oder im Ballungsraum einer Großstadt.

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