Stundensätze steigen ab zehn Jahren Berufserfahrung

IT-Freiberuflern bricht der Nachwuchs weg

06. April 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Es gibt immer weniger IT-Freiberufler unter 40 Jahren. Der durchschnittliche Freelancer ist 43 Jahre alt. Ein weiteres Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Personalagentur Gulp: Wer mindestens zehn Jahre Berufserfahrung vorweisen kann, erzielt deutlich höhere Honorare.

Zweimal pro Jahr wertet die Personalagentur Gulp die Stundensatzforderungen von mehr als 65.000 IT-Freiberuflern in ihrer Datenbank aus. Die Analyse ergab, dass sich der Trend der Veralterung bei IT-Freiberuflern fortsetzt. Im Durchschnitt ist ein IT-Freiberufler heute 43 Jahre alt und kann 19 Jahre Berufserfahrung vorweisen.

Unter 40 Jahre sind nur noch 30,8 Prozent. Im August 2008 waren es noch zwölf Prozent mehr. An ihren Preisvorstellungen hält die U-40-Gruppe fest: Wie schon im August 2008 fordert sie 65 Euro in der Stunde. Auch die Honorarforderungen der über 40-Jährigen liegen unverändert bei 72 Euro.

Am stärksten ist die Gruppe der 40- bis 44-Jährigen besetzt.
Am stärksten ist die Gruppe der 40- bis 44-Jährigen besetzt.

Beim Honorarvergleich sticht eine Zehn-Jahres-Grenze heraus: Ab zehn Jahren Berufserfahrung verlangen IT-Freiberufler deutlich höhere Honorare. Selbstständige mit weniger als zehn Jahren Praxis fordern durchschnittlich 57 Euro pro Stunde, FreiberuflerFreiberufler ab zehn Jahren Berufserfahrung 72 Euro. Alles zu Freiberufler auf CIO.de

Das finanzielle Maximum erreichen Freiberufler mit einer Berufserfahrung von 20 bis 29 Jahren. Ihre Honorarvorstellung beträgt 75 Euro. Allgemein beträgt die durchschnittliche Stundensatzforderung der deutschen IT-Freiberufler 71 Euro.