Trend zu variablen Vergütungsmodellen

IT-Gehälter legen zwischen 2,4 und 3,2 Prozent zu

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Führungskräfte in der Informationstechnologie verdienen in Deutschland im Schnitt 101.000 Euro pro Jahr, Fachkräfte erhalten 57.000 Euro. Doch diese Beträge haben nur begrenzte Aussagekraft, denn immer mehr Arbeitgeber setzen auf variable Vergütungen und Zusatzleistungen wie den Dienstwagen oder die betriebliche Altersvorsorge. Das geht aus der Studie "Führungs- und Fachkräfte in der Informationstechnologie 2006" von der Managementberatung Kienbaum hervor.
Nicht jeder Westdeutsche verdient besser: Das Ruhrgebiet liegt im bundesdeutschen Vergleich hinter ostdeutschen Großstädten.
Nicht jeder Westdeutsche verdient besser: Das Ruhrgebiet liegt im bundesdeutschen Vergleich hinter ostdeutschen Großstädten.

Wie die Zahlen zeigen, liegen ostdeutsche IT-Mitarbeiter noch immer um ein Fünftel unter dem Gehaltsniveau ihrer westdeutschen Kollegen. Bis auf eine Ausnahme: Das Ruhrgebiet landet in einem Vergleich von Städten und Regionen auf dem drittletzten von insgesamt 16 Rängen. Dort wird 15 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt verdient. Dahinter liegen nur noch ostdeutsche Städte mit maximal 250.000 Einwohnern und ostdeutsche Gemeinden mit weniger als 50.000 Einwohnern.

Die höchsten Gehälter kassieren die IT-Angestellten, die bloß einen Katzensprung vom Ruhrpott entfernt arbeiten: In Düsseldorf wird ein Fünftel mehr gezahlt als im Bundesdurchschnitt. Damit liegt die Stadt am Rhein vor Hamburg und Frankfurt.

Allerdings: Am richtigen Ort zu sein, ist erst die halbe Miete. Die Höhe der Vergütung hängt auch von der Unternehmensgröße ab. So hat der "Leiter Informationsverarbeitung und Organisation" in einer Firma mit mehr als 5.000 Angestellten im Schnitt 173.000 Euro im Jahr auf dem Konto, sein Kollege in einer Firma mit bis zu 100 Mitarbeitern muss mit 103.000 Euro jährlich auskommen.

Betriebliche Altersvorsorge immer wichtiger

Andererseits: Am Gelde hängt nicht alles. Wie die Analysten berichten, setzt sich ein Trend zu variablen Vergütungsmodellen durch. Dazu zählen nicht nur der mittlerweile weit verbreitete DienstwagenDienstwagen, der auch privat genutzt werden darf, sondern auch weitere Leistungen wie Kranken- oder Unfallversicherungen, Arbeitgeberdarlehen oder Urlaubs- und Reisekostenregelungen. Insbesondere betonen die Analysten die betriebliche Altersversorgung, die von den Mitarbeitern als immer wichtiger eingeschätzt wird. Alles zu Dienstwagen auf CIO.de

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