Umsatzsteigerung nur Nebensache

IT-Investitionen: Erstmal die Systeme erhalten

18. Oktober 2007
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Analysten von A bis Z sind sich einig: Die IT muss Umsätze generieren, der CIO muss zum BWLer mutieren und die Informatik als Selbstzweck ist längst out. Fragt man die Entscheider selbst, sieht die Sache anders aus: Investitionen in die IT sollen vor allem die Systeme erhalten, wie die aktuelle Umfrage von CIO.de ergeben hat.
Klare Sache: Das Wichtigste ist der Erhalt der Systeme.
Klare Sache: Das Wichtigste ist der Erhalt der Systeme.

Satte 54 Prozent erklären die Erhaltung der Systeme zur Priorität Nummer Eins. Dagegen fallen alle anderen Motive ab: Umsatzsteigerung erreicht 18 Prozent der Nennungen, die Befriedigung von Kundenbedürfnissen 15 Prozent. ComplianceCompliance kommt mit neun Prozent der Nennungen noch nicht einmal in den zweistelligen Bereich. Scheint's, als träfen die Expertisen der Analysten nicht immer den Alltag der CIOs. Alles zu Compliance auf CIO.de

Vor einem Jahr allerdings hatten die Zahlen noch anders ausgesehen: Auf dieselbe Frage hatte eine Mehrheit von 44 Prozent Umsatzsteigerung an Platz Eins gesetzt, während der Erhalt der Systeme nur auf dreizehn Prozent der Stimmen gekommen war. Ob es tatsächlich einen so starken Meinungsumschwung gegeben hat oder die Studienteilnehmer jetzt schlicht ehrlicher geantwortet haben, bleibt der Interpretation des Einzelnen überlassen.

An der Umfrage "Warum investiert Ihre Firma in die IT?" auf CIO.de haben sich 761 Entscheider beteiligt.

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