Sieben Prozent weniger IT-Investitionen in Deutschland

IT-Markt bricht massiv ein

20. Januar 2009
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Die weltweiten IT-Ausgaben werden 2009 drastisch sinken. Für Deutschland fallen die Prognosen besonders verheerend aus. Welche Branchen am meisten verlieren und in welchen Ländern die Gefahr einer IT-Rezession am größten ist.

Unternehmen und Regierungen werden dieses Jahr drei Prozent weniger für IT-Produkte und Dienstleistungen ausgeben als im Vorjahr. Das prognostiziert der Marktforscher Forrester in seinem "Global IT Market Outlook: 2009". Demnach werden sich die weltweiten IT-Ausgaben auf 1,66 Billionen US-Dollar belaufen. 2008 waren es 1,7 Billionen Dollar.

Der Rückgang für 2009, gemessen in US-Dollar, ist eine deutliche Verschiebung im Vergleich zum Jahr 2008. Im vergangenen Jahr stiegen die IT-Ausgaben im Vergleich zu 2007 um acht Prozent. Der Einbruch 2009 lässt eine Periode von sieben Jahren enden, in der die IT-Investitionen stetig anstiegen. Nach dem Platzen der Dot.com-Blase sanken die Technologieausgaben 2001 und 2002 um sechs Prozent.

Im Gegensatz zu vergangenen Jahren gibt es dieses Mal keine wichtigen Wachstumsmärkte, die die aktuelle Schwäche kompensieren. Die Aussichten für den internationalen IT-Markt sehen also trübe aus. Allerdings erwarten die Analysten von Forrester, dass sich der amerikanische und andere wichtige Märkte in der zweiten Hälfte des Jahres wieder etwas fangen. 2010 soll sich die Lage wieder bessern.

Für Deutschland sieht Forrester besonders Schwarz. Mit einem prognostizierten Rückgang von sieben Prozent liegt er höher als der Durchschnitt weltweit. Mit rund 81 Milliarden Dollar wird der deutsche IT-Markt aber immer noch an fünfter Position liegen. Der US-amerikanische Markt soll dagegen immerhin noch um zwei Prozent auf 573 Milliarden Dollar wachsen. Das stärkste Wachstum wird China mit fünf Prozent verzeichnen - mit 143 Milliarden Dollar der zweitgrößte Markt weltweit.

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