Gartner- und Forrester-Prognosen

IT-Markt: Hardware trifft es am härtesten

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die Marktforscher revidieren ihre Zahlen erneut: IT-Budgets sinken noch stärker als erwartet. Einzig in Asien freuen sich IT-Verantwortliche über steigende Budgets.

Weltweit werden Unternehmen im Jahr 2009 voraussichtlich 3,2 Billionen US-Dollar für die IT ausgeben. Das ist gegenüber dem Vorjahr, dort lagen die Ausgaben bei 3,4 Billionen Dollar, ein Minus von sechs Prozent.

IT-Ausgaben sinken um sechs Prozent

Anders als beim Platzen der Dotcom-Blase brechen in der aktuellen wirtschaftlichen Rezession die Umsätze in allen vier wichtigen IT-Segmenten ein, nämlich Hardware, Software, IT-Services sowie Telekommunikation.
Anders als beim Platzen der Dotcom-Blase brechen in der aktuellen wirtschaftlichen Rezession die Umsätze in allen vier wichtigen IT-Segmenten ein, nämlich Hardware, Software, IT-Services sowie Telekommunikation.

Diese Zahlen präsentiert der US-Marktforscher Gartner im „Gartner Dataquest Market Databook, June 2009 Update“. Mit der aktuellen Prognose, die auf einer detaillierten Analyse der IT-Ausgaben in einzelnen Regionen basiert, revidieren die Marktforscher ihre Anfang April getroffenen Voraussagen. Dort hatten sie lediglich mit einem Rückgang der IT-Ausgaben in Höhe von 3,8 Prozent gerechnet.

Gründe für die nochmals gesenkten Prognosen lägen in der seitdem anhaltend schlechten Wirtschaftslage und den Auswirkungen von Währungsschwankungen. Die derzeit zarten Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaftslage wirken sich nicht auf die IT-Budgets aus. Diese werden weiter gekürzt.

Alle vier Kernbereiche der IT betroffen

Im Unterschied zur Dotcom-Krise im Jahr 2001 kämpfen in diesem Jahr alle vier Kernbereiche des IT-Marktes, nämlich Hardware, Software, IT-Services und Telekommunikation, mit rückläufigen Absätzen. Am härtesten trifft es den Hardware-Markt mit einem prognostizierten Minus von mehr als 16 Prozent, von 379,5 Milliarden Dollar im Jahr 2008 auf jetzt 317,8 Milliarden Dollar.