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IT muss sich für Apps mit Kreativteams verbünden

12. Oktober 2011
Hartmut Lüerßen ist Partner der Lünendonk GmbH. Die Marktanalyse- und Beratungsschwerpunkte von Hartmut Lüerßen sind Digitalisierung, Trends in der IT-Beratung sowie IT-Service, Engineering Services und Personaldienstleistungen.
Zusammen mit Kreativabteilung, Vertrieb und Marketing muss die IT eine Digital-Media-Strategie aufbauen. Das Team um den CIO bringt dabei Prozess-Know-how ein. Das fordert Hartmut Lüerßen von Lünendonk in seiner Kolumne.
Hartmut Lüerßen ist Partner der Lünendonk GmbH.
Hartmut Lüerßen ist Partner der Lünendonk GmbH.
Foto: Lünendonk GmbH

Um im mobilen Web erfolgreich zu sein, müssen die Grenzen traditionell voneinander unabhängig arbeitender Disziplinen in der IT überwunden werden. In der Vergangenheit waren die Kreativ-Abteilungen als Teil der Marketingabteilung für die Online-Aktivitäten verantwortlich. Die Unternehmens-IT verantwortete die Geschäftsprozesse und die Dateninfrastruktur. Schnittstellen mussten erst mit zunehmender Anbindung geschaffen werden.

Heute erscheint eine isolierte Betrachtung von "User Experience" und Backend-Prozessen aus der Unternehmensperspektive überholt. Gleichwohl ergeben sich durch die verschiedenen Ansätze Herausforderungen für die Projektsteuerung: Die visuelle Herangehensweise unterscheidet sich fundamental von der Technologie-orientierten und prozessualen Herangehensweise der Unternehmens-IT.

Multi-Channel-Konzepte als Herausforderung

Durch die mobilen Geräteklassen stellen sich neue Anforderungen an die Produktion und die Multi-Channel-Fähigkeit von Online-Inhalten. Damit diese Aufbereitung für verschiedene Plattformen möglichst wenig Aufwand erzeugt (in der Vergangenheit war erheblicher manueller Entwicklungsaufwand erforderlich), wurden die Funktionen von Entwicklungsumgebungen und Web-Content-Management-Systemen erweitert. Das Ziel: Der Inhalt wird einmal produziert, die Formatierung und Navigation für die verschiedenen Plattformen definiert und dann beim Zugriff dynamisch erzeugt.

Dabei deutet vieles darauf hin, dass HTML5 sich als einer der wesentlichen Standards für Digital-Media-Anwendungen im mobilen Web durchsetzen kann. Als Analogie lässt sich diese Entwicklung mit der Einführung von XML in den späten 1990er Jahren im stationären Web vergleichen.