Nur jedes vierte Unternehmen aktualisiert seinen Business-Continuity-Plan regelmäßig

IT-Notfallplan scheitert an den Kosten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Bei IT-Ausfällen wird der CIO oft zum unfreiwilligen Master of Desaster: Einerseits soll er den Laden auf Laufen halten, andererseits dürfen Business Continuity und Verfügbarkeit nichts kosten. Folge: Nur 26 Prozent der Unternehmen bringen ihre Business-Continuity-Pläne jedes Quartal auf den neuen Stand. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschers GCR im Auftrag von Hewlett-Packard.
Technologien für die Business Continuity
Technologien für die Business Continuity

Demnach zeigen sich fast alle Unternehmen auf IT-Desaster gut vorbereitet - theoretisch. 90 Prozent geben an, sie hätten einen Notfall-Plan in der Schublade. Allerdings haben mit 63 Prozent noch nicht einmal zwei Drittel der Befragten diesen Plan getestet.

Knapp ein Drittel (31 Prozent) geben an, dass sie ihren Notfall-Plan nach einem gravierenden Vorfall schon einmal implementieren mussten.

Virtualisierungstechnologien haben sich noch nicht durchgesetzt

Die Analysten wollten wissen, welche Technologien für die Business Continuity zum Einsatz kommen. Als wichtigste gilt die Datenkopie (73 Prozent) vor externen Recovery-Centern (44 Prozent). 30 Prozent setzen auf Virtualisierungstechnologien.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass das Bewusstsein stimmt - die Umsetzung darf allerdings weder Zeit noch Geld kosten. 61 Prozent der Studienteilnehmer geben an, die Implementierung eines Notfall-Plans scheitere an Kostenfragen, fast ebenso viele (60 Prozent) nennen Zeitknappheit als größtes Hemmnis.

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