Schlechteste Zahlen seit 2002

IT-Service-Markt brach 2012 zusammen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Für Anbieter von IT-Services war das vergangene Jahr das schlechteste seit 2002. Vor allem in Europa verliefen die Geschäfte schlecht. Immerhin: Für 2013 ist Besserung in Sicht.
Ovum-Analyst Ed Thomas: In Europa bleibt das Geschäft schwierig. Sowohl Anwender der Privatwirtschaft als auch die öffentliche Hand müssen sparen.
Ovum-Analyst Ed Thomas: In Europa bleibt das Geschäft schwierig. Sowohl Anwender der Privatwirtschaft als auch die öffentliche Hand müssen sparen.
Foto: Ovum

Mit 2012 ging für IT-Service-Provider weltweit ein schwieriges Jahr zu Ende - das schlechteste seit 2002. Das gilt sowohl für die Menge der abgeschlossenen Verträge als auch für die jeweiligen Auftragsvolumen, wie der britische Marktforscher Ovum ausgerechnet hat. Analyst Ed Thomas führt die Ergebnisse vor allem auf die Krise in der Eurozone zurück.

Insbesondere das letzte Quartal 2012 schlug negativ zu Buche. In Zahlen heißt das: die Anbieter schlossen 17 Prozent weniger Deals ab als im gleichen Zeitraum 2011. Megadeals, Abschlüsse über mehr als eine Milliarde US-Dollar, habe es kaum gegeben, so Thomas.

Wie klein die Aufträge geworden sind, zeigt ein Blick auf ihr Gesamtvolumen: Es liegt 34 Prozent unter dem des vierten Quartals 2011. Umgerechnet erzielten IT-Service-Anbieter damit insgesamt knapp 21 Milliarden US-Dollar im letzten Vierteljahr 2012.

Der Analyst sieht das in der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit begründet. Thomas bezieht sich dabei vor allem auf die westlichen Industrienationen.

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