Konsolidierungswelle und Insolvenzen

IT-Service-Markt im Zeichen von Übernahmen

27. August 2008
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wenn IT-Firmen weiter wachsen möchten, müssen Sie ihre Geschäftsmodelle an das Wettbewerbsumfeld anpassen. Tun Sie das nicht, drohen Insolvenz oder Übernahme. Thomas Gunsheimer, IT-Experte von Bain & Company, sprach mit CIO.de über die Haltbarkeit unternehmerischer Geschäftsmodelle in der IT-Branche.
IT-Firmen müssen ihre Geschäftsmodelle an den Markt anpassen.
IT-Firmen müssen ihre Geschäftsmodelle an den Markt anpassen.

In den nächsten zehn Jahren werden zwei Drittel aller Unternehmen durch Insolvenz oder Übernahme ihre Eigenständigkeit verlieren oder ihr Kerngeschäft grundlegend verändern. Zu diesem Schluss kommt die Studie "Hidden Assets" der Unternehmensberatung Bain & Company. CIO.de fragte bei Dr. Thomas Gumsheimer, IT-Experte und Partner von Bain & Company (Büro Frankfurt am Main) nach, was diese Ergebnisse für die IT und CIOs bedeuten.

Zwei von drei Firmen sind innerhalb der nächsten zehn Jahre in ihrer Existenz bedroht. Gilt das auch für IT-Unternehmen?

Die IT-Service-Industrie ist eine der am meisten fragmentierten Industrien der Welt. So erreichen die zehn größten Player zusammen in keiner Region einen Marktanteil von 50 Prozent, und in Nordamerika erreichen Sie sogar nicht einmal 40 Prozent. Gleichzeitig gibt es in vielen Bereichen deutliche Größenvorteile. Ein Beleg hierfür ist, dass IBMIBM als klarer Marktführer im ITO-Geschäft deutlich profitabler ist als die vielen kleinen Wettbewerber. Alles zu IBM auf CIO.de

Können Sie weitere Beispiele nennen?

Ein weiteres Beispiel ist, dass die vier größten Player im Enterprise Software Markt zwar nur 35 Prozent Marktanteil haben, jedoch 70 Prozent der Gewinne auf sich vereinen. Dadurch ist es sehr wahrscheinlich, dass dort eine KonsolidierungKonsolidierung stattfindet. Dies zeigt sich auch darin, dass die Anzahl von Akquisitionen durch größere ISV und SV steigt. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

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