Datenausgang oft zu wenig kontrolliert

IT-Sicherheit: Auch nach draussen gucken

09. November 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Dass der Wächter am Tor kontrolliert, was hereinkommt, ist nur die halbe Miete. Schließlich ist genauso wichtig, was herausgeht. An diesem Punkt allerdings wird IT-Sicherheit oft vernachlässigt, gibt der Marktforscher Aberdeen zu bedenken.
Relevanz der Sicherheits-Risiken beim Messaging.
Relevanz der Sicherheits-Risiken beim Messaging.

Eines stellen die Analysten gleich klar: Sie sind Fans von Instant Messaging. Schnelles Kommunizieren mit Kunden, schneller Datenaustausch mit externen Dienstleistern – es geht nicht mehr ohne. Welche Risiken IM birgt, hat sich allerdings in den Köpfen von CIOs noch nicht durchgesetzt.

In Fragen der IT-Sicherheit, so eine aktuelle Studie, konzentrieren sich viele CIOs zu stark auf unerwünschte Eindringlinge von außen wie Spam, Viren und andere MalwareMalware. Die Schwierigkeiten sind bekannt: Das Personal muss wieder und wieder im Umgang mit Mails geschult werden, Firewalls und Tools müssen regelmäßig aktualisiert werden. Aber niemand bezweifelt die Relevanz dieser Schutzmaßnahmen. Alles zu Malware auf CIO.de

Anders sieht es aus, wenn nach Sicherheitslösungen für den Datenausgang gefragt wird.

Naivität beim Instant Messaging

In fast drei Vierteln der Unternehmen (73 Prozent) ist Instant Messaging an der Tagesordnung – aber nur sieben Prozent der Studienteilnehmer betrachten IM als geschäftskritisch. Diese Diskrepanz wird an einem anderen Ergebnis noch deutlicher: 72 Prozent der Befragten halten das externe Abfangen vertraulicher Geschäftsdaten für eine mittlere bis große Bedrohung – aber nur 25 Prozent verschlüsseln ihre ausgehenden Mitteilungen.

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