Daten und Informationssicherheit ist Trumpf

IT-Sicherheit gewinnt im Mittelstand an Bedeutung

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Kleine mittelständische Unternehmen haben die hohe Bedeutung der IT-Sicherheit erkannt. In einzelnen Branchen wird das Thema jedoch unterschiedlich gewichtet. Für kleine Finanzdienstleister haben IT-Sicherheitsmaßnahmen eine hohe Priorität, Industrie und Handel messen dem Thema IT-Security dagegen noch eine geringere Bedeutung bei. Das geht aus einer Untersuchung hervor, mit der Microsoft Deutschland das Marktforschungsinstitut Techconsult beauftragte.
Der Mittelstand hat erkannt, dass die Sicherung von IT-Infrastrukturen und Anwendungen unverzichtbar ist.
Der Mittelstand hat erkannt, dass die Sicherung von IT-Infrastrukturen und Anwendungen unverzichtbar ist.

Laut Untersuchung räumen 80 Prozent der Befragten ein, ihr Budget für Sicherung ihrer IT-Infrastruktur und Unternehmensanwendungen zumindest auf dem Vorjahresniveau zu belassen. Für 51 Prozent der kleinen Firmen ist IT-Security "sehr wichtig", weitere 34 Prozent erachten sie als "wichtig".

Höchste Priorität hat die IT-Sicherheit für Finanzdienstleister (Finanz- und Versicherungsagenturen). In diesem Segment halten 92 Prozent der Befragten IT-Sicherheit für "sehr wichtig" oder "wichtig". Eine geringere Bedeutung kommt der IT-Sicherheit derzeit noch in kleinen Industrie- und Handelsbetrieben zu. Hier gaben 32 beziehungsweise 17 Prozent an, dass sie die IT-Sicherheit für "weniger wichtig" halten.

Gut geschützt gegen Angriffe

Bei zwei Drittel der kleinen Unternehmen traten im letzten Jahr keine Rechnerausfälle auf, die durch Viren, Spam-Mails, Trojanische Pferde und ähnliche Attacken verursacht wurden. Daraus schlussfolgert die Untersuchung, dass kleine Unternehmen ihre Systeme inzwischen gegen derartige Angriffe gut geschützt haben.

Um die von Viren, Trojanern, Spam-Mails und anderen Attacken ausgehenden Gefahren zu bannen, wollen insgesamt 18 Prozent der befragten Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit im Jahr 2006 erhöhen. Vor allem kleine Finanzdienstleister wollen mehr Geld in Sicherheitsmaßnahmen investieren. Das gaben 34 Prozent der Befragten an. Auch was die Sicherung der IT-Infrastruktur angeht, sind die Finanz- und Versicherungsagenturen Vorreiter, von denen 89 Prozent keine Rechnerausfälle zu beklagen haben.