Ausgaben für Trainings werden weltweit steigen

IT-Sicherheit steht und fällt mit den Menschen

05. Dezember 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Unternehmen könnten ihre IT-Sicherheit erhöhen, wenn sie weniger auf die Rechner und mehr auf das Personal achten würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Marktforscher IDC im Auftrag des ISC² (International Information Systems Security Certification Consortium) durchgeführt hat.
Entwicklung der Beschäftigungszahlen bei IT-Sicherheitsfachleuten
Entwicklung der Beschäftigungszahlen bei IT-Sicherheitsfachleuten

Der Ruf scheint Gehör zu finden: Die Befragten geben an, ihre Budgets für Personal, Bildung und Trainings drastisch erhöhen zu wollen. Glaubt man der Studie, wollen im globalen Durchschnitt fast vier von zehn Unternehmen (39 Prozent) rund ein Drittel mehr Geld ausgeben. Die Studienteilnehmer aus den Regionen Mitteleuropa, Nahost und Afrika erklären, ihre Budgets um ein Fünftel erhöhen zu wollen.

Bislang entfallen auf diesen Posten im Schnitt 40 Prozent des IT-Sicherheitsbudgets.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der IT-Sicherheitsexperten um acht Prozent gestiegen. Damit sind jetzt weltweit etwa 1,5 Millionen Menschen in diesem Bereich beschäftigt. Die Analysten rechnen mit einem weiteren Wachstum auf diesem Markt und gehen davon aus, dass 2010 etwas mehr als zwei Millionen Menschen als IT-Sicherheitsfachleute arbeiten werden.

In Deutschland nur Mindestlohn

Im globalen Durchschnitt verdienen Security-Experten derzeit 64.031 Euro im Jahr. Wer sich für einen Job in Deutschland entscheidet, muss allerdings mit 49.221 Euro auskommen.