Lieber frisieren als programmieren

IT-Spezialisten selten mit Arbeit zufrieden

25. März 2004
Von Patrick Goltzsch
Arbeiten in der Informationsbranche macht selten glücklich. Die Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit fällt unter den Technikern ähnlich gering aus, wie unter Wissenschaftlern. Damit liegen beide Berufsgruppen weit hinter den Handwerkern - zumindest in England.

Befragt, wie sie die Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit von eins (sehr unzufrieden) bis zehn (sehr zufrieden) einstufen würden, bezeichneten sich zehn Prozent der IT-Angestellten als "sehr unzufrieden". Nur 14 Prozent von ihnen gaben "sehr zufrieden" an. Sie liegen damit in etwa gleich auf mit Mechanikern und Wissenschaftlern. Das ergab eine repräsentative Umfrage der englischen Fortbildungsorganisation City & Guilds unter 1054 Arbeitnehmern.

Auf der Skala der Zufriedenheit führen das Pflegepersonal (40 Prozent), Friseure und Klempner (jeweils 32 Prozent) vor Köchen und Floristen. Anwälte und IT-Spezialisten folgen erst im Mittelfeld, was die Organisation zu dem Schluss bringt, Handwerk mache glücklicher als eher abstrakte Tätigkeiten. "Es ist eine irrige Vorstellung das Angestellte die besten Jobs hätten und daher die Glücklichsten seien. Wie unsere Untersuchung beweist, sind es häufig Handwerker die am ehesten zufrieden und erfüllt sind", folgert Chris Humphries, Leiter von City & Guilds.

Die IT-Spezialisten auf der Insel können sich trösten - sie hätten es auch schlimmer treffen können. Noch deutlich unglücklicher als sie mit der Berufswahl sind Apotheker, Medienschaffende und Makler.

Die Umfrage gibt keinen Aufschluss darüber, welchen Einfluss die Bildung auf die Beurteilung der eigenen Arbeit hat.

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