Fachabteilungen noch zu wenig einbezogen

IT vergisst bei SOA das Change Management

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nur wenige Unternehmen beziehen bei SOA-Projekten Fachbereiche grundsätzlich mit ein. Auch was genau hinter dem Kürzel steckt, wissen viele Teilnehmer einer Studie immer noch nicht genau. Jeder Fünfte verzichtet auf Service Level Agreements (SLAs).
Unter SOA werden verschiedene Aspekte verstanden.
Unter SOA werden verschiedene Aspekte verstanden.

Es tut sich was in Sachen SOA: Aktuell geben 47 Prozent von 111 Unternehmen an, mit einer Service-orientierten Architektur zu arbeiten. 2008 waren es noch elf Prozent weniger. Das geht aus dem "SOA Check 2009" von Analyst Wolfgang Martin in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsingenieur Julian Eckert (Technische Universität Darmstadt) hervor. "SOA lebt", jubeln denn auch die Autoren.

Allerdings: Von einer einheitlichen Definition kann keine Rede sein. Auf die Frage, was unter SOA zu verstehen ist, nennen 43 Prozent die IT-Architektur. 24 Prozent nennen die Unternehmens-Architektur und 21 Prozent Technologie für Schnittstellen.

Bei den Zielen, die mit Service-orientierten Architekturen verbunden sind, dominieren die Steigerung der Flexibilität (27 Prozent) vor Prozessoptimierung (21 Prozent) und der Verkürzung der Time-to-Market-Spanne (14 Prozent).

Die Ziele haben sich in den vergangenen zwei Jahren verschoben: 2007 hatten noch 15 Prozent der Befragten angegeben, mit SOA Kosten senken zu wollen. Jetzt sind es nur noch fünf Prozent. Vor zwei Jahren hielten außerdem dreizehn Prozent SOA für ein Mittel der Produktivitäts-Steigerung, jetzt sind es nur noch sieben Prozent.