Die Erfolgsfaktoren für SOA-Projekte

IT-Wandel mit qualifizierten Mitarbeitern

20. November 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die erfolgreiche Umsetzung von SOA-Vorhaben ist eine komplexe Sache. Nach Einschätzung des SOA-Experten David Linthicum scheitern fast die Hälfte aller Projekte im SOA-Umfeld. Besonders groß ist das Risiko eines Fehlschlags in Großunternehmen und Behörden.

Obwohl zahlreiche SOA-Vorhaben von einer hohen Fehlerquote betroffen sind, haben sich immer wiederkehrende Muster für ihre erfolgreiche Durchführung herausgebildet. Für den US-amerikanischen Berater und SOA-Spezialisten David Linthicum haben Service-orientierte Architekturen deshalb ebenso viel mit altbewährten IT-Disziplinen zu tun wie mit neuer Technologie. Als erfolgsversprechend in SOA-Projekten habe sich ein organisatorischer Wandel erwiesen, der bei den Mitarbeitern beginnt und in den diversen technischen Schichten endet.

Mitarbeiter wichtigster Erfolgsfaktor

Eine der wichtigsten Ursachen für das Scheitern von SOA-Projekte ist nach Meinung von David Linthicum der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern. Entscheidend seien nicht deren Anzahl, sondern deren Wissen und deren Fähigkeiten, den Wandel der IT voranzutreiben. Unternehmen sollten daher SOA-Vorhaben in der Hierarchie ganz oben ansetzen.

In der Vergangenheit nutzten IT-Verantwortliche häufig die jeweils aktuellen Techniken, um taktische Probleme zu lösen, was zu immer komplexeren und ineffizienten Architekturen führte. Daher sollten Unternehmen die verschiedenen Architekturdomänen zunächst in ihre Basisfunktionen aufbrechen und dann das gesamte System in Form einer Service-orientierten Architektur wiederaufbauen. Erst danach sollte die Definition von Services erfolgen.

Passende Architektur und Technologie

Die IT-Architektur wird bei vielen SOA-Projekten vernachlässigt, ist David Linthicum überzeugt. Unternehmen müssten daher neue Denkansätze entwickeln, die eine grundlegend veränderte Sicht der IT-Abteilung auf die Technologie beinhalten. Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt in der Technologie. Anwender sollten daher Lösungen wählen, die ihre tatsächlichen Anforderungen erfüllen. Die passende Lösung liege meist in einer Mischung verschiedener SOA-Produkte von mehreren Anbietern.

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