Life-Cycle rückt in den Mittelpunkt

ITIL-Refresh

Anfang 2007 soll die runderneuerte Version erscheinen. Matthias Goebel, Vorstand des „IT Service Management Forums“ (itSMF), und Björn Hinrichs, Leiter des itSMF-Arbeitskreises "Publikationen", über die wichtigsten Neuerungen.

Die derzeitigen ITIL-Bücher weisen einige erhebliche Schwächen auf. Selbst eine grundlegende Schnittstelle zwischen einem Change und Release lässt wesentliche Fragen offen. Wann bekommen die Bücher mehr Substanz?

Björn Hinrichs, Leiter "Publikationen" bei itSMF: "Der Fokus liegt immer auf dem aktuellen Zustand im Life-Cycle."
Björn Hinrichs, Leiter "Publikationen" bei itSMF: "Der Fokus liegt immer auf dem aktuellen Zustand im Life-Cycle."

Solche Ungenauigkeiten verschwinden mit den neuen ITIL-Büchern. Das Problem bei den alten Hauptbüchern ist, dass sie inhaltlich sehr breit angelegt sind und sehr unterschiedliche inhaltliche Tiefe besitzen.

Was wird anders werden?

Ihre Struktur wird sich komplett ändern. Es wird fünf Kernbücher geben. Das erste heißt Service-Strategies und stellt den Hub für die weiteren Bücher dar. Die vier Bücher heißen Service-Design, Service-Transition, Service-Operations und Continuous Service-Improvement.

In Zukunft wird es also nicht mehr die sieben Kernbücher geben, die die zehn ITIL-Kernprozesse abhandeln. Ist das die wesentlichste Änderung?

Das Thema Life-Cycle rückt in den Mittelpunkt. Das erste Buch behandelt übergeordnete strategische Punkte des Life-Cycle und gibt Ausblicke auf einzelne Life-Cycle. Die anderen Bücher beleuchten einzelne Phasen und relevante Prozesse innerhalb eines Life-Cycles. Das ist die auffälligste Änderung.

Was steckt hinter dem Life-Cycle-Gedanken?

Bislang handeln die Bücher an einer Stelle alles zu einem Thema ab. Allerdings treten in den verschiedenen Stadien eines Serviceprozesses immer wieder unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund. Künftig findet man in einem Buch zu jeder Phase eines Lebenszyklus die genau ausreichenden Information zu allen hier benötigten Themen - und nicht mehr.

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