Umfrage unter großen Firmen in der EU

Jede zweite Stelle über Online-Anzeige besetzt

30. November 2007
Von Nicolas Zeitler
Mehr als die Hälfte der freien Stellen in Großunternehmen in der EU wird über Anzeigen im Internet besetzt. Nur jeder fünfte Job wird dagegen auf Ausschreibungen in Print-Medien hin vergeben. Das hat eine Umfrage im Auftrag der Online-Stellenbörse Monster ergeben. Die Firmen wollen demnach künftig auch zunehmend Bewerber aus dem Ausland rekrutieren.
Die firmeneigene Web-Seite oder das Internet sind die wichtigsten Kanäle, um freie Stellen zu bewerben. Print-Medien spielen eine untergeordnete Rolle für Firmen.
Die firmeneigene Web-Seite oder das Internet sind die wichtigsten Kanäle, um freie Stellen zu bewerben. Print-Medien spielen eine untergeordnete Rolle für Firmen.
Foto: Monster

Das Internet ist mittlerweile zum wichtigsten Kanal für Großunternehmen avanciert, um freie Stellen zu besetzen. 72,6 Prozent der Firmen schreiben sie auf der eigenen Web-Seite aus, gut die Hälfte (50,2 Prozent) nutzt externe Stellenbörsen im Internet. In Print-Medien wird dagegen nicht einmal mehr jede vierte freie Stelle beworben (22,9 Prozent).

Dass die Online-Ausschreibung auch ein erfolgreicher Weg ist, um neue Mitarbeiter zu gewinnen, zeigt eine weitere Zahl. Mehr als die Hälfte der Einstellungen geht mittlerweile auf eine Stellenausschreibung im Web zurück (56,2 Prozent). Nur 18,7 Prozent der freien Stellen werden dagegen an Kandidaten vergeben, die sich auf eine Anzeige in gedruckten MedienMedien hin beworben haben. Top-Firmen der Branche Medien

Eine Vorreiterstellung bescheinigt die Studie in beiden Fällen Deutschland. Hier schreiben die Firmen bereits fast zwei Drittel ihrer Vakanzen im Internet aus. Auch resultieren zwei von drei Neuanstellungen aus einer Stellenanzeige im Netz.

Bei den Bewerbungen setzen große Firmen ebenfalls mehr und mehr auf elektronische Verfahren. Innerhalb der letzten Jahre ist die Bedeutung von elektronischen Bewerbungen unablässig gestiegen. Fast zwei Drittel aller Bewerbungen trudeln über digitale Anwendungen bei den Firmen ein (62,2 Prozent). Deutschland liegt etwas unter dem europaweiten Durchschnitt. Gut die Hälfte der Anwärter auf einen Job schicken hier ihre Bewerbung auf elektronischem Wege (51,3 Prozent). Bis 2011 rechnen die befragten Firmen damit, dass der Anteil der E-Bewerbungen auf 78,5 Prozent steigen wird.

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