Stellenabbau

Jeder dritte CIO muss Mitarbeiter entlassen

11. August 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zwanzig Prozent der Unternehmen haben bereits IT-Mitarbeiter abgebaut. Weitere zehn Prozent werden bis Jahresende nachziehen. Das geht aus einer aktuellen cio.de-Umfrage hervor.
Die Ergebnisse der cio.de-Umfrage über den Abbau von IT-Personal.
Die Ergebnisse der cio.de-Umfrage über den Abbau von IT-Personal.

Immer mehr leere Stühle in den IT-Abteilungen: 30 Prozent der Nutzer von cio.de geben in einer Umfrage an, ihr Unternehmen streiche IT-Personal. Bei zwanzig Prozent wurden bereits Leute entlassen, weitere zehn Prozent erwarten das bis Jahresende.

14 Prozent der Unternehmen versuchen offenbar, diesen drastischen Schritt zu vermeiden. Sie haben daher Kurzarbeit eingeführt oder planen, das zu tun. Immerhin: Eine Mehrheit von 56 Prozent erlebt die Wirtschaftskrise nicht mit solcher Wucht. Es seien bisher keine IT-Mitarbeiter entlassen worden.

Das ist auch besser so, findet zumindest Christian Messerschmidt, Practise Manager Infrastructure Consulting, EMC Deutschland. Messerschmidt war Teilnehmer der ersten Finance-Matinee des CIO-Magazins in diesem Frühjahr. Seine These: Die Effizienzsteigerungen durch IT sind noch lange nicht ausgeschöpft. Wer jetzt in der IT Personal abbaut, beraubt sich der Chance, unternehmensweite Prozesse zu verschlanken.

Es kann günstiger sein, in der Krise an Mitarbeitern festzuhalten, als nach der Krise teure neue Mitarbeiter zu rekrutieren, so Messerschmidt weiter. Unternehmen sollten sich darauf vorbereiten, dass die Konjunktur irgendwann wieder Fahrt aufnimmt. Wem dann die richtigen IT-Mitarbeiter fehlen, der kann die nächste Wachstumswelle nicht mitnehmen.

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