Handys bleiben beliebt

Jeder Dritte verzichtet aufs Smartphone

13. April 2012
Von Kolja Kröger
Alle Welt will iPhones und Android-Handys? Von wegen. Über die Hälfte der Besitzer der älteren Handy-Generation sind völlig zufrieden. Wer was nutzt.
Katie Lewis ist Associate Analyst beim Marktforscher Yankee Group.
Katie Lewis ist Associate Analyst beim Marktforscher Yankee Group.
Foto: Yankee Group

Smartphones stoßen bei über einem Drittel der US-Verbraucher auf Widerstand, fand die Analystin Katie Lewis vom Marktforscher Yankee Group heraus. Im Dezember ergab eine Umfrage unter 15.000 US-Bürgern, dass 43 Prozent bereits ein Smartphone ihr Eigen nennen, während 51 Prozent noch ein Handy der alten Generation besitzen. Jeder zweite der letzteren Gruppe will sich auch bei seinem nächsten Mobilfunkvertrag kein Smartphone zulegen. Umgerechnet zeigt sich also ein Drittel der US-Verbraucher als Smartphone-abstinent.

Sie sind mit ihren Handys meist völlig zufrieden: Sie können telefonieren, SMS schreiben und - wenn sie denn wollen - einfache HTML Seiten aufrufen. Für 50 Prozent der Smartphone-Abstinenzler reicht dieser Funktionsumfang völlig aus. Kosten spielen eine kleinere Rolle. 27 Prozent schrecken vor den Datentarifen zurück, nur 13 Prozent vor den Anschaffungskosten eines SmartphonesSmartphones - sind die Geräte doch mit der Android-Verbreitung stark im Preis gesunken. Zu Smartphone zählt Studienautorin Lewis alle Geräte mit einem dieser mobilen OS: AppleApple iOS, Symbian S60, Windows PhoneWindows Phone, Android, Blackberry OS und sogar Linux. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Windows Phone auf CIO.de

iPhone, Android, Windows Phone und Co. als Statussymbol

Weitere fünf Prozent haben sich schon einen Ersatz für das mobile Internet gesucht. Das könnten beispielsweise TabletsTablets sein. Ein Killer-Argument gegen Smartphones. Denn von denjenigen, die sich heute eines der modernen Alleskönner-Telefone zulegen würden, halten 43 Prozent das mobile Surfen für unverzichtbar und 38 Prozent den Zugriff auf ihre E-Mails. Noch wichtiger, mit 45 Prozent, ist allerdings eine eingebaute Kamera. Alles zu Tablets auf CIO.de

Wer einmal den Smartphone-Weg beschritten hat, verlässt ihn so leicht nicht: Aus der Sicht der Abstinenzler ist es eine Einbahnstraße. Doch es gibt auch eine ganze Zahl von Menschen, die sich noch eines der schicken neuen Handys zulegen wollen - oft wohl aus Prestigegründen. Denn interessanterweise haben sie im Schnitt pro Jahr 2000 Dollar weniger zur Verfügung als die Abstinenzler. Vielleicht wollen sie dazugehören zu der Gesellschaftsschicht, die sich ein Smartphone leisten kann. Die verdient pro Jahr im Schnitt 77.645 Dollar, während die Menschen ohne Smartphone fast 14.000 weniger verdienen.

Zur Startseite