Verknüpfung von realer und virtueller Welt

Jedes Ding ein Link

27.11.2006
Von Anja Tiedge

Im Prinzip wird so aus jedem Gegenstand der realen Welt ein Link ins Internet, den man mit dem Handy anklicken kann. Die Möglichkeiten, den Wabencode einzusetzen, sind zahlreich. Beispielsweise könnte auf Filmplakaten ein Barcode mit der Wegbeschreibung zum nächstgelegenen Kino abgedruckt werden. Auf Visitenkarten würde ein Beetagg zur Homepage des Unternehmens führen. Immobilienmakler hätten die Möglichkeit, Wabencodes in Zeitungsinserate einzufügen, die zur Website mit dem Wohnungsgrundriss führen.

Der Anwender zahlt dafür den entsprechenden Betrag, um mit dem Handy im Internet zu surfen. Das Unternehmen, das über die Beetaggs neue Kunden erreichen will, zahlt pro Klick des Anwenders auf die verlinkte Seite. Sobald ein Nutzer den Code abfragt, muss der Anbieter volumenabhängig etwa einen Cent zahlen.

Beetaggs jetzt auch auf Ebay-Artikeln

Durch das Scannen der Umwelt wird der potenzielle Kunde persönlich angesprochen und zu einer Antwort aufgefordert. Der Nutzer entscheidet, ob er auf das Angebot eingeht und die Informationen abruft. Beetaggs sind somit eine neue Form von Direktmarketing.

Doch erst bei einer flächendeckenden Verbreitung kann das Geschäftskonzept aufgehen, denn nur ein hoher Bekanntheitsgrad macht das Beetagging zu einem attraktiven Marketing-Instrument. Robin Maas, Geschäftsführer von Connvision, möchte derzeit allerdings nicht einmal verraten, welche Unternehmen das System für ihre Vermarktung nutzen wollen. ´"Um das Überraschungsmoment auszunutzen", wie er sagt. Nach Angaben von Connvision läuft die Software derzeit auf 60 bis 70 Handytypen; das Programm unterstützt die Betriebssysteme Windows, Symbian, Java und Palm .

Ein Kooperationspartner steht jedoch seit Kurzem fest. Für alle Artikel auf der Auktionsplattform Ebay gibt es einen entsprechenden Beetagg. Will zum Beispiel jemand sein Auto verkaufen, kann er es bei Ebay im Internet versteigern - und gleichzeitig den entsprechenden Beetagg-Code ausdrucken und an der Fensterscheibe des Autos befestigen. Ein Handy, auf dem die erforderliche Software installiert ist, kann den Code lesen und einen Interessenten mit der entsprechenden Internetseite bei Ebay verbinden. So kann sich der Nutzer über den Artikel informieren oder gleich mitbieten.

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