Was macht eigentlich Rainer Göttmann?

Jetzt auch noch ein Cyber-cop

15. Januar 2016
Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
Die Metafinanz hat im Oktober 25-jähriges Bestehen gefeiert. Jetzt drängt CEO Rainer Göttmann wieder in die Gründerszene: Er arbeitet für die Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO).
"Speed! Als wir im Auslandsmodul durch China gereist sind, ist mir noch mal deutlich geworden, wie wichtig Geschwindigkeit ist", sagt CEO Rainer Götttmann von Metafinanz.
"Speed! Als wir im Auslandsmodul durch China gereist sind, ist mir noch mal deutlich geworden, wie wichtig Geschwindigkeit ist", sagt CEO Rainer Götttmann von Metafinanz.
Foto: Joachim Wendler

CIO.de: Was treibt Sie gerade um?

Rainer Göttmann: Besonders spannend ist der Job in der DCSO. Bisher habe ich eine Company aufgebaut, eine andere restrukturiert, und nun darf ich eine gründen. Innerhalb weniger Wochen ist aus der Idee, die deutsche Wirtschaft sicherer zu machen, eine Company entstanden. Sie fungiert als Kompetenzzentrum und Cyber-Sicherheitsdienstleister für die deutsche Wirtschaft insgesamt sowie als Schnittstelle zu den Bundesbehörden. Die Gründer sind vier große Dax-Unternehmen.

CIO.de: Was ist genau das Ziel der neuen GmbH?

Rainer Göttmann: Unser Arbeitsauftrag lautet: Macht die deutsche Industrie sicher! Ein enger Informationsaustausch soll helfen, ein Lagebild der nationalen Cyber-Sicherheit zu erstellen. Dabei arbeiten wir eng mit dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zusammen.

CIO.de: Braucht es dafür eine eigenständige Firma?

Rainer Göttmann: Für den reinen Informationsaustausch natürlich nicht. Das könnten wir auch so mit den anderen Konzernen diskutieren - was wir im Übrigen ja auch tun. Aber mit der DCSO bieten wir schon konkrete Dienste an: Wir kommen im Januar mit drei Services auf den Markt und planen weitere elf.

CIO.de: Wieso sind es eigentlich nur vier Unternehmen, die sich an der DCSO beteiligt haben?

Rainer Göttmann: Das ist ja erst der Anfang. Andere Konzerne sind herzlich eingeladen, auch noch einzusteigen.

CIO.de: Haben Sie beim Leadership Excellence Program (LEP) etwas gelernt, was Ihnen beim Aufbau der DCSO hilft?

Rainer Göttmann: Speed! Als wir im Auslandsmodul durch China gereist sind, ist mir noch mal deutlich geworden, wie wichtig Geschwindigkeit ist.

CIO.de: Ist das alles?

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Rainer Göttmann: Insgesamt bin ich noch offener aus dem Programm rausgekommen, als ich reingegangen bin. Das General-Management-Seminar und die Workshops in Indien und China waren drei intensive Wochen mit vielen neuen Einsichten. Nicht, dass ich jetzt alles neu denken will, aber die Eindrücke und die Auszeiten haben mir für den Blick auf das eigene Unternehmen geholfen und den Schwung für neue Aufgaben gegeben.

CIO.de: Inwiefern konkret?

Rainer Göttmann: Nehmen Sie unser neues Bürokonzept. Wir kombinieren dabei das Beste aus Linien- und Matrixorganisation. Die Idee kam mir, als ich die Abschlussarbeit für das LEP geschrieben habe.

LEP | Leadership Excellence Program

Rainer Göttmann hat 2012 als einer der Ersten das Leadership Excellence Program (LEP) der WHU – Otto Beisheim School of Management abgeschlossen. 2013 ging es nach Indien und 2014 nach China. Das nächste Bildungsmodul ist ein einwöchiger Workshop in China im nächsten Mai. Das Programm wird vom Dienstleister HP gefördert, mehr dazu: www.leadership-excellence-program.de

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