Wer Bekannte für freie Stellen vorschlägt, kann auch seinen Ruf ruinieren

Job-Vermittlung auf Empfehlung

23. Juli 2008
Von Nicolas Zeitler
Die Vermittlung von Stellen auf persönliche Empfehlung ist ein häufig genutztes Recruiting-Instrument. Wer seinem Chef jemanden vorschlägt, sollte allerdings einige Ratschläge beherzigen. Denn ungeeignete Kandidaten ins Gespräch zu bringen, kann das eigene Ansehen schädigen.
Die persönliche Empfehlung kann zwar eine Tür öffnen, letztlich muss aber jeder die Sprossen der Karriereleiter selbst erklimmen.
Die persönliche Empfehlung kann zwar eine Tür öffnen, letztlich muss aber jeder die Sprossen der Karriereleiter selbst erklimmen.
Foto: Hailo

Viele Firmen suchen händeringend nach IT-Fachkräften. Nicht selten werden auch die Angestellten gefragt, ob sie nicht jemanden kennen, der die freie Stelle ausfüllen könnte. Auf den ersten Blick ein einfacher Vorgang: Man schlägt einen Bekannten vor, und wenn die Vermittlung klappt, winkt oft sogar ein Bonus.

Mit durchschnittlich 2.000 bis 4.000 Euro belohnen Unternehmen in Deutschland Angestellte, die passende Kandidaten an die Personalabteilung vermitteln. Unternehmensberatungen oder BankenBanken zahlen häufig mehr, beobachtet Christian von Ahlen vom Portal Jobleads.de, das auf die persönliche Vermittlung von Fach- und Führungskräften spezialisiert ist. Top-Firmen der Branche Banken

Für viele Firmen sei die Prämienzahlung an den eigenen Mitarbeiter eine günstige Alternative zum Personalberater, der in der Regel 30 Prozent vom Jahresgehalt des Vermittelten kassiere.

Katherine Spencer vom US-amerikanischen IT-Personaldienstleister Robert Half Technology rät indes zur Vorsicht. Auch wenn ein finanzieller Bonus winke, sei es nicht in jedem Fall ratsam, dem Chef Verwandte oder gute Freunde zu empfehlen. Denn die engen persönlichen Beziehungen zu diesen Menschen können leiden, wenn es mit der Zusammenarbeit nicht klappt.

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