Entgeltgleichheit

Justizminister beraten über Transparenz bei Lohnzahlungen

24. Juni 2014
Größere Unternehmen sollen nach dem Willen von Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb die Bezahlung ihrer Mitarbeiter je nach Geschlecht offenlegen.

Es soll transparent werden, inwieweit Männer und Frauen unterschiedlich bezahlt werden, sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa. Die Justizministerkonferenz im Ostseebad Binz berät an diesem Mittwoch und Donnerstag über eine mögliche Änderung des Handelsgesetzbuchs. Weitere Themen sind unter anderem ein besserer Opferschutz, Beleidigungen im Internet ("Cybermobbing") sowie ein bundesweites Korruptionsregister.

Betroffen sein sollen nach diesen Überlegungen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiter, die bereits heute verpflichtet sind, jährlich Lageberichte auch zu sozialen Aspekten zu veröffentlichen. Einige Unternehmen legen bereits heute freiwillig Daten offen, sagte sie. Eine falsche Interpretation sei nicht zu befürchten. "Es wird nicht der Ingenieur mit der Putzfrau verglichen", sagte Kolb. "Wenn alles in Ordnung ist, dann macht das auch nicht mehr Arbeit." Mehr Transparenz sei in diesem Bereich wichtig und die Entgeltgleichheit zunehmend auch ein Wettbewerbsaspekt. (dpa/rs)

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