Haniel verzahnt SAP mit Visualisierungslösung

Karriere auf Knopfdruck

11. August 2009
Reppesgaard studierte in Hannover und arbeitete danach als Reporter und Moderator bei Hörfunk von Radio Bremen zu innen- und jugendpolitischen Themen und in den Bereichen Technologie und Wissenschaft. Seit dem Jahr 2000 lebt er in Hamburg, seit 2001 arbeitet er mit Christoph Lixenfeld im druckreif Redaktionsbüro zusammen.
Mehr als 50.000 Mitarbeiter zählt der Mischkonzern Haniel. Doch wie findet man die richtigen Köpfe? Keine sperrige Datenbank hilft hier der Personalabteilung, sondern ein Programm, das die Kandidaten übersichtlich präsentiert.
Michael Prochaska, Director Corporate HR Haniel: "Wir nehmen aktiv an der Unternehmensentwicklung teil, denn die Menschen sind es, die ein Unternehmen erfolgreich machen."
Michael Prochaska, Director Corporate HR Haniel: "Wir nehmen aktiv an der Unternehmensentwicklung teil, denn die Menschen sind es, die ein Unternehmen erfolgreich machen."

Nein, die Allerersten sind sie bei Haniel nicht, aber eine kleine Premiere ist es trotzdem: Seit Anfang des Jahres greifen die Fachleute in der Personalabteilung des Mischkonzerns für ihre Entscheidungen im Bereich Human Ressources (HR) nicht mehr direkt auf die sperrige SAP-Datenbank zu. Sie suchen geeignete Nachfolger für freie Positionen mithilfe einer grafischen Oberfläche, die ihnen nach einem Mausklick auf ein Diagramm oder auf eine Tortengrafik die in Frage kommenden Talente im Haus sauber aufgereiht und übersichtlich auf dem Bildschirm präsentiert. "Wir sind in 40 Ländern aktiv, sind ein
vielseitiger Mischkonzern - vom Edelstahlrecycling bis zur Apotheke - und beschäftigen mehr als 50.000 Mitarbeiter", sagt Michael Prochaska, Director Corporate HR bei Haniel. "Das macht unsere Aufgabe ungeheuer komplex. Mit einem gemeinsamen Datensystem und der grafischen Aufbereitung der Informationen, die wir für unsere Arbeit benötigen, reduzieren wir diese Komplexität erheblich."

Die Software, die Talente auf Knopfdruck serviert, kommt aus Kanada. In Montreal sitzt das Software-Unternehmen Nakisa, das auf Visualisierungslösungen spezialisiert ist. Seit einiger Zeit ist Nakisa strategischer Partner von SAPSAP: Die Programmierer aus beiden Häusern haben seit Ende 2007 daran gearbeitet, die Lösung mit SAPs HR-Modul zu verzahnen. Nun ist die Kombi-Lösung am Markt, und Haniel gehört zu den Pionieren, die sie einsetzen. Neben SAP selbst ist der Duisburger Mischkonzern das zweite deutsche Unternehmen, das im strategischen HR-Management auf sie setzt. Alles zu SAP auf CIO.de

Dass es talentierte Mitarbeiter und Führungskräfte in einem Unternehmen wie Haniel, das 50.000 Mitarbeiter hat, geben muss, ist schon eine Frage der statistischen Wahrscheinlichkeit. Wer aber sind die Besten? Wer ist geeignet, freie Positionen innerhalb der Firmengruppe, zu der neben dem Pharmagroßhändler Celesio, dem Rohstoffhändler ELG, dem Berufsbekleidungsanbieter CWS-boco International GmbH und dem auf Büro-, Betriebs- und Lagereinrichtungen spezialisierten Versandhändler Takkt seit einiger Zeit auch eine Minderheitsbeteiligung am Handelsriesen Metro Group gehört, zu besetzen? Bei einem Unternehmen mit so einer heterogenen Struktur wie Haniel gleicht die Suche nach denjenigen, die man zu Spitzenkräften weiterentwickeln kann, oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Talent-Pool erleichtert die Suche

Das Futter für die Personalanwendungen ist ein Daten-Template, in dem die wichtigsten Informationen für Führungskräfte im Konzern abgelegt sind. Um etwa einen Nachfolgeprozess im Top-Management unterstützen zu können, sollen bei Haniel potenzielle Talente durch ein konzernweit standardisiertes Kompetenzmodell erkannt und in zielgruppenorientierten Talent-Pools gesammelt werden. SAP ist hierfür das technische Rückgrat. 2003 wurde ein Führungskräfte-Informationssystem auf SAP-Basis aufgebaut, seit 2006 sind der komplette deutsche Mitarbeiterstamm der Belegschaft und die Informationen über die internationalen Führungskräfte hier hinterlegt.

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