Burnout, Boreout, Ängste

Karriere geht auch ohne Überforderung

04. Juni 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Werner Gross hat einen Ratgeber darüber geschrieben, wie wir uns im Beruf fordern, aber nicht überfordern. Es enthält Tipps für die Karriere, für Karrierekrankheiten und zeigt Auswege auf, wenn man raus möchte.
Fordern, aber nicht überfordern.
Fordern, aber nicht überfordern.
Foto: MEV Verlag

In den Buchläden geben die Regale in der Abteilung "Beruf und KarriereKarriere" eigentlich immer ein ähnliches Bild ab. Auf den einen Regalbrettern thronen dann die Bücher, die einen mit vielen Tipps über die Hierarchiestufen hinwegkatapultieren wollen.

Auf der anderen Seite findet man Ratgeber, wenn der Beruf zu Erschöpfungszuständen, Zusammenbrüchen oder sogar BurnoutBurnout geführt hat. Alles zu Burnout auf CIO.de Alles zu Karriere auf CIO.de

Gerade ist "aber nicht um jeden Preis: Karriere und Lebensglück" von Werner Gross erschienen.
Der Autor verfolgt einen anderen Ansatz, setzt mit der Hilfe nicht erst bei denen an, die längst die Balance verloren haben.

"... aber nicht um jeden Preis: Karriere und Lebensglück" von Werner Gross ist im Kreuz Verlag erschienen, Freiburg 2010, 220 Seiten, 17,95 Euro.
"... aber nicht um jeden Preis: Karriere und Lebensglück" von Werner Gross ist im Kreuz Verlag erschienen, Freiburg 2010, 220 Seiten, 17,95 Euro.

Der auf berufliches Krisenmanagement spezialisierte Psychotherapeut beschreibt die Karrierewelt von heute, visualisiert anhand von Beispielen, stellt Fragen zum Nachdenken und gibt Praxistipps, damit man gar nicht erst aus der Balance gerät. Dazu zählt zum Beispiel der Ratschlag, sich an jedem Wochenende wenigstens einen halben, besser noch einen ganzen Tag frei zu nehmen. Für die richtige Balance sorgt auch das Erlernen von Anti-Stress-Techniken wie Autogenem Training, Progreesiver Muskelentspannung, Yoga oder Tai Chi. Gross rät dazu, in der Freizeit nicht wie manche im Beruf in das Leistungsschema zu verfallen. Dabei hilft ein Hobby, bei dem man nicht mit jemandem konkurriert. Oder auch mit den Kindern zu spielen - ohne darin perfekt zu werden.

Gross widmet sich der Frage, wie wir unseren Berufsweg nicht nur durchschreiten, um Geld zu verdienen, sondern Spaß daran haben und Sinn darin sehen. Er liefert konkrete Tipps für Veränderungen, erläutert Coaching, Sabbatical und Downshifting (weniger arbeiten für eine erfüllendere Lebensweise). Für diejenigen, die nur nach kleinen Veränderungen suchen, hat er Ratschläge parat. Zum Beispiel, dass man sich auch mal treiben lässt und sich bewusst Zeit zum Nachdenken nimmt.