Zwei Laufbahnen

Karriereförderung bei Audi, Telekom und Rewe

04. Oktober 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Audi hat seine Mitarbeiter befragt, wie die Generation X, Babyboomer und Y ticken. Eines wollen sie alle: Viel Feedback und Wertschätzung ihrer Arbeit.

Im November 2010 - das iPadiPad war erst wenige Monate auf dem Markt - berichteten wir, wie der damalige Audi-CIO Klaus Straub als einer der ersten IT-Leiter weltweit ein Pilotprojekt zum Unternehmenseinsatz des iPad gestartet hatte. "Wir können den Hype um das iPad gar nicht bremsen. Die Mitarbeiter überrollen uns mit ihren Ideen, wo wir das Tablet einsetzen könnten. Wir haben einige ProjekteProjekte, die wir jetzt anfangen, und bringen es dann in die Breite", sagte Straub damals gegenüber CIO. Alles zu iPad auf CIO.de Alles zu Projekte auf CIO.de

"Wir haben festgestellt, dass die Wünsche und Sehnsüchte der Generation X und der Babyboomer ganz ähnlich sind wie die der Ypsiloner", sagt Ralph Linde, Geschäftsführer der Audi Akademie.
"Wir haben festgestellt, dass die Wünsche und Sehnsüchte der Generation X und der Babyboomer ganz ähnlich sind wie die der Ypsiloner", sagt Ralph Linde, Geschäftsführer der Audi Akademie.
Foto: Audi

Besonders der jungen Generation, die in die Unternehmen drängt, sagen Analysten und Experten eine besondere Affinität zu TabletsTablets, Smartphones und Collaboration-Tools nach. Ob das wirklich so ist und wie die Mitarbeiter zu Themen wie Weiterbildungsmöglichkeiten, Attraktivität der Arbeitsaufgabe, Eigenverantwortung und Führungsstil stehen, hat man bei Audi mit einer Mitarbeiterumfrage überprüft. "Bei Audi setzen wir uns schon seit ein paar Jahren intensiv mit der ‚Generation YGeneration Y‘ auseinander", sagt Ralph Linde, Geschäftsführer der Audi Akademie. Inzwischen gebe es ja eine breite gesellschaftliche Diskussion über diese Generation und es erscheinen immer mehr Studien über das Thema. "Wir wollten deshalb sehen, was dran ist an den Aussagen aus der Literatur - und haben unsere eigenen Mitarbeiter dazu befragt", so Linde. Alles zu Generation Y auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Mehr als 1500 Angestellte haben sich an der Befragung des Automobilherstellers beteiligt. Sie stammen nicht nur aus der Generation Y (Jahrgänge 1980 - 1994), sondern zum Vergleich auch aus der Generation X (1965 - 1979) und der Babyboomer-Generation (1946 - 1964). Zum Befragungszeitpunkt gehörte ein knappes Viertel der Audi-Mitarbeiter zur Generation Y. "Wir haben festgestellt, dass die Wünsche und Sehnsüchte der Generation X und der Babyboomer ganz ähnlich sind wie die der Ypsiloner - beispielsweise wollen alle möglichst viel Rückmeldung zur Qualität ihrer Arbeit haben", fasst Linde die Ergebnisse zusammen.

Junge Mitarbeiter fordern Feedback selbstbewusster

Einen entscheidenden Generationenunterschied offenbarte die Umfrageanalyse aber doch: Die jungen Angestellten fordern Feedback viel selbstbewusster ein als ältere Generationen dies tun. Und: Eine spannende Arbeitsaufgabe ist für die Generation Y das Wichtigste. Wenn Mitarbeiter die nicht finden, sind sie schnell bereit, sich diese bei einem anderen Arbeitgeber zu suchen. "Diese Generation ist eine Herausforderung für Unternehmen, da sie lauter fordert, was sie will. Ein attraktiver Arbeitgeber zu sein wird künftig also noch wichtiger", so der Leiter der Audi Akademie.