Fraunhofer-Projekt

Katastrophen-Warnung aufs Smartphone

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Ein Exempel für moderne Behörden-Kommunikation: Berlin hat "Katwarn" installiert - das System informiert Bürger gezielt über Gefahrenlagen in ihrer Umgebung.
Das Warnsystem wurde von Fraunhofer im Auftrag der Öffentlichen Regionalversicherer Deutschlands entwickelt.
Das Warnsystem wurde von Fraunhofer im Auftrag der Öffentlichen Regionalversicherer Deutschlands entwickelt.
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Ab sofort gibt es in Berlin das Katastrophen-Warnsystem Katwarn. Das von Fraunhofer Fokus (Institut für offene Kommunikationssysteme) entwickelte System informiert die Berliner bei Gefahren per SMS oder E-Mail. Die Anmeldung am System ist für sie freiwillig und kostenlos.

Bei Unwettern, Entschärfungen von Blindgängern oder großen Unfällen erhalten die am System angemeldeten Bewohner nun ortsgenaue Warnungen und Verhaltenshinweise durch die Leitstelle der Berliner Feuerwehr.

Warnungen sollen im Handynetz vorrangig befördert werden

Selbst bei großen Belastungen des Handynetzes sollen die Warnungen vorrangig befördert werden und dadurch zeitnah die Empfänger erreichen. Das System bietet Feuerwehr- und Rettungsleitstellen und dem Feuerwehr-Krisenstab die Möglichkeit, sich mit Kurzinformationen schnell, gezielt und direkt an die Bevölkerung zu wenden.

SMS-Beispiel: "Großbrand – Warnung der Feuerwehr, gültig ab sofort, öffentliche Plätze verlassen, Fenster geschlossen halten". Während Lautsprecherwagen der Polizei und Feuerwehr nur Personen erreichen, die sich gerade in der Nähe aufhalten, kann Katwarn die Bürger flächendeckend erreichen.