E-Plus-Chef

Keine Preiserhöhungen beim neuen Handy-Riesen

29. Juli 2013
Nach dem geplanten Zusammenschluss mit O2 erwartet E-Plus-Chef Thorsten Dirks keine Preiserhöhungen. "Für die Kunden wird die Fusion Vorteile haben.

Und eine Erhöhung der Preise kann sich in dem harten Wettbewerbsumfeld niemand erlauben", sagte Dirks, der auch im Vorstand der niederländischen E-Plus-Mutter KPN sitzt, dem "Spiegel". Auch nach dem Zusammenschluss sollen nach seinen Worten die zahlreichen E-Plus-Marken wie Base, Simyo oder blau.de erhalten bleiben. "An der Mehrmarkenstrategie wird sich nichts ändern. Das ist unser Erfolgsrezept."

Zudem wolle die neue Gesellschaft auch weiterhin als "aggressiver Herausforderer" auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt agieren und den Platzhirschen Vodafone und Deutsche Telekom nun auf Augenhöhe Konkurrenz machen. Dirks geht davon aus, dass die Konsolidierungswelle auf dem europäischen Mobilfunkmarkt in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht. "In Europa gibt es mehr als 50 Mobilfunkfirmen. In bevölkerungsreichen Ländern wie China, Indien oder den USA sind es eine Handvoll. Ich glaube, dass man einen funktionierenden Wettbewerb mit deutlich weniger Anbietern sicherstellen kann", sagte er dem "Spiegel" weiter.

Am vergangenen Dienstag hatte KPN den 8,1 Milliarden Euro schweren Verkauf von E-Plus an Telefónica Deutschland (O2) bekanntgegeben. Bei der Fusion droht aber Widerstand vom Bundeskartellamt. (dpa/rs)

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