Vergütungen in der IT 2009

Kienbaum: IT-Chefs verdienen weniger

16. Juni 2009
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Die Wirtschaftskrise geht auch an deutschen IT-Führungskräften nicht spurlos vorüber. Sie verdienen in diesem Jahr durchschnittlich 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Grundeinkommen sind dennoch gestiegen.
Trotz Einbußen bei Sonderzahlungen: Bei den Vergütungen für IT-Manager handelt es sich dennoch nicht um Peanuts.
Trotz Einbußen bei Sonderzahlungen: Bei den Vergütungen für IT-Manager handelt es sich dennoch nicht um Peanuts.
Foto: sxc.hu

Viele Unternehmen verordnen sich in Krisenzeiten einen rigorosen Sparkurs, um trotz sinkender Umsätze die schlechten Zeiten einigermaßen glimpflich zu überstehen. Ganz oben auf der Streichliste stehen zunehmend auch Bonus- und Sonderzahlungen für Manager, denn die gab es oft genug für kurzfristige Erfolge im Sinne der Anteilseigner, nicht aber für in Krisenzeiten stärker gefragtes nachhaltiges Wirtschaften.

Folgt man der Studie "Vergütung von Führungs- und Fachkräften in der Informationstechnologie" von Kienbaum, ändert sich das Gehaltsgefüge derzeit. Die Managementberatung hat dafür Informationen von 332 Unternehmen und 5992 Positionen ausgewertet.

Dabei fand Kienbaum heraus, dass IT-Führungskräfte in diesem Jahr durchschnittlich 3,5 Prozent weniger verdienen werden, als noch in 2008. Gleichzeitig steigen die Grundeinkommen aber um rund drei Prozentpunkte an. Damit bekommen unabhängig von der Leistung gezahlte Vergütungsanteile eine größere Bedeutung. Das wiederum entspricht Forderungen aus Politik und Gesellschaft, Vergütungen für Manager stärker an den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens zu knüpfen.

"Diese Einbußen betreffen die Führungskräfte in der IT wesentlich stärker als die Fachkräfte, die seltener eine variable Vergütung beziehen und deren Bonus einen geringeren Anteil am Gesamteinkommen ausmacht", kommentiert Christian Näser, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kienbaum und Leiter der Studie, die Ergebnisse.

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