Unternehmen sollten nicht nur Compliance im Blick haben

Kluges Risiko-Management verspricht mehr Rendite

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Firmen sind sich der wachsenden Anfälligkeit ihrer Systeme bewusst. Mehr als 60 Prozent sehen es als größte Herausforderung an, kritische Daten zu sichern. Dieses Risiko-Bewusstsein sollte zu breit angelegten Ansätzen führen, die nicht nur auf die Erfüllung rechtlicher Vorgaben abzielen. Das steigere die Rendite, meinen die Analysten von Freeform Dynamics.
Die meisten Firmen sehen der Gefahr ins Auge.
Die meisten Firmen sehen der Gefahr ins Auge.

86 Prozent der Unternehmen halten Geschäfts-Bereiche für gefährdet, Schlüssel-Informationen zu verlieren. Das ist nach Einschätzung von Freeform Dynamics keine schlechte Nachricht. Denn die Alternative wäre ein blindes Leugnen der Gefahr.

Neben dem Daten-Verlust sehen jeweils knapp zwei Drittel die größten Risiken im Stillstand wichtiger IT-Systeme, im unerlaubten Zugriff auf vertrauliche Informationen und - erster Gefahren-Quell jenseits der Bits und Bytes - in baulichen Verfehlungen.

Mehr als die Hälfte erkennt Haupt-Risiken im Übertreten rechtlicher und behördlicher Bestimmungen. In der Sorgenliste abgeschlagen rangieren klassische Gefährdungen wie politische Instabilität, Epidemien oder Natur-Katastrophen.

68 Prozent der Firmen reagierten auf die Lage, indem sie Service Level Agreements (SLAs) einführten. Zum Einsatz kommen die SLAs hauptsächlich in diversen operativen Abläufen, in der IT-Abteilung und bei den FinanzenFinanzen. Top-Firmen der Branche Finanzen