Mangelnde Aktualisierung senkt den ROI

KMUs mit Sicherheitslücken

03. Mai 2004
Von Thomas Zeller
Die IT-Sicherheitspolitik von kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) läuft oftmals ins Leere. Zwar hat die Mehrheit der Firmen mittlerweile Virenschutz-Maßnahmen ergriffen, allerdings werden die eingesetzten Systeme zumeist nicht regelmäßig aktualisiert. Dies ist das Ergebnis einer Befragung der Antivirenfirma Sophos.

Ganze 87 Prozent der rund 3.700 Teilnehmer der Umfrage bestätigten, dass sie Anti-Viren-Programme installiert haben. Diesem positiven Ergebnis stehen allerdings 63 Prozent gegenüber, die ihre Sicherheits-Software nicht regelmäßig aktualisieren und entsprechend schlecht gegen die jeweiligen Bedrohungen gerüstet sind.

"Neue Viren verbreiten sich mit Leichtigkeit innerhalb von wenigen Stunden über das Internet. Daher ist es einfach nicht ausreichend, nur einmal am Tag oder noch seltener die aktuellen Patches herunterzuladen", sagt Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos. "Es ist natürlich gut, dass die Unternehmen Antiviren-Software einsetzen, aber sie vergeuden ihr Geld, indem sie die Software nicht häufig genug aktualisieren. Effektiver Viren-Schutz schließt die Möglichkeit ein, automatisch die aktuellen Sicherheits-Patches herunterzuladen und zwar auf einer stündlichen Basis und somit den Arbeitsalltag der Mitarbeiter nicht zu stören."

Genau wie Viren-Attacken stellt Spam zunehmend auch kleinere Unternehmen vor Kapazitätsprobleme. Bei der Umfrage gaben 80 Prozent an, dass die Flut an Spam-Mails in den Posteingängen die Produktivität erheblich beeinflusst. Trotzdem setzen 72 Prozent bis heute keinen Spam-Schutz ein.

Weitere Meldungen:

Viren-Angriffe schaden vor allem KMUs
Vermehrte Investitionen in Sicherheit
Politik gegen das Risiko