IT-Service-Markt 2009

Kollegen beeinflussen Kaufentscheidungen am meisten

30. Dezember 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
CIOs geben ihr Budget für IT-Services vor allem für System-Integration sowie Anwendungs- und Infrastruktur-Management aus. Acht von zehn IT-Chefs stellen bestehende Outsourcing-Verträge auf den Prüfstand.
CIOs orientieren sich bei Kaufentscheidungen vor allem an Peers und Kollegen.
CIOs orientieren sich bei Kaufentscheidungen vor allem an Peers und Kollegen.

CIOs in der westlichen Welt kämpfen mit denselben Problemen: Einstellungs-Stopps und sinkende IT-Budgets. Deutsche IT-Chefs sind jedoch optimistischer als ihre Kollegen in den anderen Ländern. Das geht aus der Studie "The state of enterprise IT services 2009" hervor, die der US-Marktforscher Forrester in Nordamerika und Westeuropa durchgeführt hat.

Dazu ein paar Zahlen: Zwar rechnen 46 Prozent der deutschen Befragten für die kommenden Monate mit weiterhin sinkenden Etats, aber fast jeder Fünfte (19 Prozent) glaubt, er werde schon bald wieder mehr Geld in der Kasse haben. Im Schnitt geben 66 Prozent aller Studienteilnehmer an, die Etats schrumpften weiter. Nur dreizehn Prozent halten Steigerungen in naher Zukunft für möglich.

Gut sieben von zehn CIOs (72 Prozent) mussten im laufenden Jahr einen Einstellungs-Stopp verhängen. 59 Prozent erwarten auch nicht, dass dieser so schnell gelockert wird. Hier weist Forrester keine regionalen Unterschiede aus.

Die Analysten wollten wissen, woran sich CIOs bei der Kaufentscheidung von IT-Produkten und -Services orientieren. Es zeigt sich deutlich, dass die Branche am stärksten auf sich selbst vertraut. 72 Prozent halten das Urteil von Kollegen und Peers für "wichtig bis sehr wichtig". 47 Prozent schreiben Analysten eine solche Wichtigkeit zu. 45 Prozent halten Technik-Magazine und -Publikationen für eine wichtige bis sehr wichtige Informationsquelle. 43 Prozent nennen Messen und Konferenzen, 40 Prozent ihren Anbieter.

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