Führungskräfte

Kollegen und Geschäftspartner schuld an Burnout

09. September 2009
Von Nicolas Zeitler
Mehr als zwei Drittel der Manager sind psychisch und physisch ausgelaugt. Ermüdend ist häufig der Umgang mit Kollegen und Kunden. Arbeitgeber sollten mehr Erholungsmöglichkeiten im Unternehmen schaffen.
Wer beim Arbeiten dauerhaft überlastet ist, dem fällt Entspannung oft auch im Privatleben schwer.
Wer beim Arbeiten dauerhaft überlastet ist, dem fällt Entspannung oft auch im Privatleben schwer.

Die meisten deutschen Manager fühlen sich körperlich wie seelisch erschöpft. Das hat eine Umfrage ergeben, die die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit der Schweizer Sciencetransfer GmbH durchgeführt hat, einem Unternehmen, das die GesundheitGesundheit einzelner Bevölkerungsgruppen untersucht. Ein gutes Drittel schätzt seinen persönlichen Burnout als hoch ein, weitere knapp 40 Prozent bewerten ihr Ausgebranntsein immerhin als erhöht. Top-Firmen der Branche Gesundheit

Den Umgang mit Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden finden dabei mehr Befragte als ermüdend als die eigene Arbeit. So sagten deutlich mehr als 60 Prozent, ihr klientenbezogener BurnoutBurnout sei erhöht oder hoch, während dies für die Erschöpfung aufgrund der eigenen Arbeit nur gut die Hälfte der Führungskräfte angaben. Dennoch sagten die meisten, sie seien der Menschen, mit denen sie beruflich zu tun haben, nur selten überdrüssig. Alles zu Burnout auf CIO.de

Ein Drittel der Befragten geht regelmäßig ausgelaugt vom Arbeitsplatz nach Hause. Auch emotionale Erschöpfung ist für jeden Dritten zur Gewohnheit geworden. Ein weiteres Drittel fühlt sich ab und zu emotional erschöpft. Bei einigen leidet auch die Tatkraft, ihre Freizeit zu gestalten. Mehr als die Hälfte der Befragten berichtete, dass ihnen immer wieder die Energie für Unternehmungen mit Familie und Freunden fehle. Außerdem verbinden nicht wenige auch die Verpflichtungen im privaten Umfeld als Belastung.

Am Arbeitsplatz sind die Bedingungen für Erholungen zwischendurch nach Einschätzung der Befragten eher ungünstig. Die meisten halten die Qualität ihrer freien Zeit im privaten Umfeld für weitaus höher. Doch auch hier ist ein Drittel der Befragten nur teilweise mit dem Erholungsfaktor zufrieden. Die Verfasser der Umfrage weisen darauf hin, dass viele hoch belastete Mitarbeiter Schwierigkeiten hätten, überhaupt noch richtig abzuschalten und sich zu erholen.