Der CIO ist zuständig für E-Government

Kommunen wissen nicht, was Prozesskosten sind

28. November 2005
Von Dorothea Friedrich
Mit Outsourcing und E-Government-Strategien wollen Kommunen Kosten einsparen und die Qualität ihrer Leistungen verbessern. Jedoch verzichten sie bislang auf eine Prozesskostenanalye und -rechnung. Das hat eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) ergeben.

Zudem kennt kaum eine Gemeinde die realen Kosten ihrer Leistungsprozesse. Auch in Sachen E-Government sind sich die kommunalen Entscheidungsträger zwar des Potenzials für Innovationen bewusst. Dennoch untersuchen die wenigsten ihre E-Government-Projekte auf ihre wirtschaftliche und strategische Bedeutung.

Die meisten Möglichkeiten, ihre Kosten zu reduzieren, sehen die Gemeinden in der Verwaltung selbst. So wollen 87 Prozent der Befragten ihre Druckkosten senken. 59 Prozent wollen die Kosten für Organisations- und IT-Services reduzieren.

Die TOP-10-Handlungsfelder der Kommunen für Kostensenkung/Leistungsabbau. (Quelle KGST)
Die TOP-10-Handlungsfelder der Kommunen für Kostensenkung/Leistungsabbau. (Quelle KGST)

Bei der Leistungssteigerung haben die Studienteilnehmer keine eindeutigen Schwerpunkte gesetzt. Knapp ein Drittel will die Organisations- und IT-Services leistungsfähiger machen. 73 Prozent wollen gleichzeitig die Qualität in diesem Bereich steigern.

Prozessoptimierung soll Bürgerfreundlichkeit steigern

Fast drei Viertel haben in den vergangenen fünf Jahren bei Restrukturierungsmaßnahmen ihre Prozesse optimiert. Damit verbunden, haben sie Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten reduziert. So wollen die Kommunen insgesamt eine Serviceverbesserung erreichen. Deshalb steht die Prozessoptimierung bei den Bürgerservices ganz oben auf der Agenda. Doch auch bei Organisations- und IT-Services, Beschaffung und Immobilienverwaltung sehen sie ein hohes Optimierungspotenzial.

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