IT-Experten ohne Schein haben weniger Chancen

Kompetenz ist gut, Zertifikat ist besser

18. Juni 2007
Von Alexander Galdy
Die Nachfrage nach Zertifizierungen für IT-Sicherheitsexperten ist weiter angestiegen. Kein Wunder, entscheiden sich Chefs doch immer häufiger für Bewerber mit einem Zertifikat. Das zeigt eine Studie unter IT-Managern.

Allein das International Information Systems SecuritySecurity Certification Consortium (ISC) vergab 2006 in Europa über ein Drittel mehr Zertifizierungen an IT-Experten als im Jahr zuvor. In ganz Europa besitzen mehr als 7.000 IT-Sicherheitsexperten ein oder mehrere ISC-Zertifikate. Alles zu Security auf CIO.de

Deutschland steht dabei mit 477 ausgestellten Qualifizierungen an Platz drei in Europa. Spitzenreiter ist Großbritannien mit 2.320 zertifizierten ISC-Mitgliedern, gefolgt von den Niederlanden mit 646. "Unsere Mitgliedszahlen erreichen in zehn europäischen Ländern ein Niveau von mehr als 200“, berichtet Ed Zeitler, Executive Director von ISC.

Immer mehr Arbeitgeber erkennen laut ISC den Wert einer Zertifizierung der Mitarbeiter, denen sie das Management ihrer Informationssicherheit anvertrauen. Ein Zertifikat erzeugt Vertrauen in die Kompetenz der Mitarbeiter, heißt es. Nach Angaben der ISC 2006 Global Information Workforce Study werden deshalb zunehmend Zertifizierungen von Bewerbern erwartet.

Unternehmenspolitik im Wandel

85 Prozent der an der Umfrage beteiligten Manager gaben an, dass Zertifikate bei Vorstellungsgesprächen ziemlich oder sehr wichtig sind. Als Hauptgründe wurden die Kompetenz der Mitarbeiter und die Qualität der Arbeit genannt. Außerdem ließ die Studie einen Trend feststellen, Zertifizierungen zunehmend als Bestandteil der Unternehmenspolitik zu verlangen. Das war im Jahr 2006 bei einem Viertel der europäischen Führungskräfte der Fall. 2004 waren es im Vergleich dazu nur 17,7 Prozent.