BMC, CA, HP, IBM & Co.

Konsolen taugen nicht für Virtualisierung

10. Mai 2011
Von Hartmut  Wiehr
Zwei Hypervisoren in einer virtuellen Umgebung sind mit Management-Konsolen großer Anbieter kaum steuerbar, so eine Umfrage - ausgerechnet von Konkurrent Veeam.

Des einen Leid ist des anderen Freud. Virtualisierung führt zu weniger physikalischen Servern und eröffnet den ITlern neue Möglichkeiten für Test, Entwicklung und Migration von Applikationen. Zugleich häufen sich jedoch die Klagen darüber, dass die virtuellen Umgebungen zu komplex werden und nur noch schwer zu managen sind. In vielen Unternehmen hat man zum Beispiel schon die Übersicht darüber verloren, wie viele virtuelle Maschinen (VMs) eigentlich im Einsatz sind.

Ratmir Timashev, CEO von Veeam, geht davon aus, dass klassische Management-Frameworks nicht für virtuelle Umgebungen geeignet sind.
Ratmir Timashev, CEO von Veeam, geht davon aus, dass klassische Management-Frameworks nicht für virtuelle Umgebungen geeignet sind.
Foto: Veeam

Was liegt da näher, als die schon vor längerem eingekauften großen Management-Konsolen auch für die Verwaltung der VMs, virtuellen Desktops oder der Storage-Virtualisierung einzusetzen. Zumindest große Unternehmen besitzen in der Regel eine der Tool-Sammlungen von BMC (Patrol/ProactiveNet), CA (Management Suite/CA Unicenter), HP (OpenView/Operations Manager), IBM (Tivoli), Microsoft (System Center) oder Symantec/Altiris (Management Suite). Ob diese aber wirklich greifen für Virtualisierung, ist umstritten.

Einer der Newcomer aus der Virtualisierungsszene – Veeam – hat eigens eine Umfrage durch Vanson Bourne durchführen lassen, um genau zu diesem Resultat zu kommen: Die klassischen Management-Programme taugen nicht mehr für die heutigen komplexen IT-Infrastrukturen aus physikalischen Maschinen und verschiedenen Hypervisoren für die Server-Virtualisierung. Neue Werkzeuge müssten her.

Befragt wurden 253 CIOs aus Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA. Alle benutzen VMware vSphere, ein Teil auch Hyper-V von Microsoft. 67 Prozent der befragten Unternehmen können nicht beide Hypervisoren aus einer einzigen Konsole heraus verwalten, obwohl sie genau dies aus Gründen der Arbeitserleichterung anstreben.

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