WestLB Systems als Verkaufskandidat

Konsolidierung im IT-Services-Markt geht weiter

21. April 2004
Von Patrick Goltzsch
Im deutschen Markt für IT-Services stehen Übernahmen der IT-Ausgründungen der Großkonzerne an. Als mögliche Käufer werden vor allem die Schwergewichte der Branche auftreten, so die Erwartung der Marktforscher von Forrester.

Die Marktforscher verweisen konkret auf WestLB Systems. Nachdem die bankenbezogenen Services des Dienstleisters wieder bei der Mutter reintegriert wurden, sehen sie in der Tochter der Westdeutschen Landesbank einen Verkaufskandidaten. Dagegen werde die VW-Tochter Gedas ihre Dienste eher auf die Bedürfnisse der Mutter beschränken, als das VW sich zu einem "möglicherweise überhasteten Verkauf entschließt", so die Berater. Konkrete Pläne wälzen die Ruhrkohle AG zum Verkauf ihrer IT-Tochter RAG Services, sowie Karstadt Quelle.

Nach der stürmischen Wachstumsphase in den 90er Jahren werde der Markt für IT-Services in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis 2008 nur noch um sieben Prozent jährlich wachsen, schätzt Forrester. Damit sind bei den IT-Töchtern der großen Konzerne Umsatz und Profitabilität gefährdet, so dass die Muttergesellschaften einen Verkauf erwägen.

Den Startschuss zu der Entwicklung sehen die Berater im Verkauf von Triaton durch Thyssen Krupp an Hewlett-Packard für 340 Millionen Euro, der Anfang April abgeschlossen wurde. Profitieren werden von der KonsolidierungKonsolidierung vor allem die deutschen Branchengrößen wie T-Systems und Siemens Business Services. Aber auch europäische Schwergewichte wie Capgemini und Atos Origin könnten hier eine Rolle spielen, meinen die Marktforscher. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

Vergangene Woche war eine Studie der Berater von Ernst & Young bekannt geworden, die für den gesamten deutschen IT-Sektor eine Konsolidierungswelle prognostiziert. Die Berater gehen davon aus, dass mit der Rückkehr des Vertrauens in Aktiengeschäfte auch vermehrt Übernahmen von Firmen anstehen.

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