Analysten-Kolumne

Kontrolle der IT-Kosten wichtiger als Outsourcing

17. März 2005
Wird heute über Kostenreduktion und Effizienzsteigerung in der IT gesprochen, tauchen häufig die Themen Outsourcing und Outtasking auf. Das ist sicher nicht falsch, weil hier - in der überwiegenden Zahl der Fälle - tatsächlich deutliche Einsparpotenziale bestehen. Derzeit aber betreibt die überwiegende Mehrheit von Unternehmen ihre IT-Infrastruktur teilweise oder komplett noch selbst. Betrachtet man entsprechende Analysen von Lünendonk und Techconsult aus dem vergangenen Jahr, so liegt der Anteil der "IT-Selbstversorger“ noch deutlich über 50 Prozent. Das heißt, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmen Hardware und Software überwiegend in eigener Regie managen.

Analyse der Reserven

Eine Entlastung für die unter Druck stehenden IT-Budgets haben sicherlich die mittlerweile deutlich gesunkenen Hardware- und Software-Preise gebracht. Auch der Druck auf den IT-Services-Markt mit der Folge sinkender Dienstleistungspreise wirkt sich bis dato entlastend auf die IT-Kosten aus. Doch sind mit diesen eher von der Marktseite, also von außen, kommenden Erleichterungen noch längst nicht alle Potenziale für die Umsetzung einer ebenso wirtschaftlichen wie leistungsfähigen IT-Landschaft in Unternehmen ausgeschöpft.

Nun sollten IT- und Einkaufsverantwortliche nicht einfach noch mehr als bisher nach Billigangeboten Ausschau halten. Vielmehr sollten sie durch eine Steigerung des internen Know-hows und die Möglichkeit eines raschen Zugriffs auf aktuelle, externe Daten das Preis-/Leistungsverhältnis - und damit die Wertschöpfung - optimieren.

Analyst Lünendonk: CIOs müssen ihr Beschaffungs-Know-How optimieren.
Analyst Lünendonk: CIOs müssen ihr Beschaffungs-Know-How optimieren.

Nicht der billigste Server ist der beste, sondern der richtige, nicht die einfachste Storage-Lösung, sondern die den aktuellen Anforderungen und der Zukunft angemessene, nicht die schlankesten IT-Infrastrukturen, sondern die mit dem besten Leistungs- und TCO-Profil (Total cost of ownership).

Informationssuche

Alles das ist leichter gesagt als getan. Wie soll das Ganze aber in der Realität funktionieren? Voraussetzung sind Informationsquellen, die tagesaktuell und übersichtlich Profile, Flexibilität, Performance und Costs of Ownership von erforderlichen Systemen, wie beispielsweise Server, StorageStorage, Middleware, anbieten. Darüber hinaus müssen diese Informationsquellen die Bildung von Beispielkonfigurationen und den Vergleich mit Alternativen zulassen. Außerdem müssen diese aktuellen Kennziffern auch die Überprüfung der derzeit bestehenden IT-Konfigurationen im Unternehmen im Hinblick auf Performance und TCOTCO ermöglichen. Transparenz in Bezug auf Leistungsstand und Zukunftstauglichkeit sowie künftige Anforderungen sorgen ebenso für bessere Einkaufsentscheidungen wie die Übersicht über das passende Marktangebot. Alles zu Storage auf CIO.de Alles zu TCO auf CIO.de

Profil, Leistung und Preis im Vergleich

Beide Informationserfordernisse bedient das australische Unternehmen Ideas mit seiner i-stack-Suite. Diese bildet jeden Tag weltweit aktuell die Technologie- und Leistungsprofile aller führenden Anbietersysteme ab. Täglich ruft Ideas diese Daten aus den Herstellerunternehmen ab, ergänzt sie durch eigene Marktrecherchen, wertet sie mit der seit 1981 systematisch aufgebauten Database Engine aus und bereitet sie auf. Ideas beschreibt detailliert, welche Konfigurationen und Ausbaustufen möglich sind, wofür sich welche Systeme eignen und was sie kosten (in US-Dollar, britischem Pfund und Euro) - und das mit Hersteller- und aktuellen Straßenpreisen.

3 Year Cost of Ownership - Cost Breakdown
3 Year Cost of Ownership - Cost Breakdown