Drei von vier Entscheidern wollen in den nächsten zwei Jahren mindestens zehn Prozent mehr investieren

Konvergenz darf etwas kosten

29. Dezember 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Um mit konvergenten IP-Netzen später zu sparen, greifen die Unternehmen jetzt in die Tasche. 72 Prozent wollen in den kommenden zwei Jahren zehn Prozent oder mehr Geld ausgeben, im Vorjahr waren dazu nur 58 Prozent bereit. Als größtes Hemmnis für die Migration gelten Sicherheitsbedenken. Das ist das Ergebnis einer Studie der Economist Intelligence Unit.
Konvergenz ist innerhalb eines Jahres erheblich vorangekommen.
Konvergenz ist innerhalb eines Jahres erheblich vorangekommen.

Erwartungsgemäß versprechen sich die Studienteilnehmer von der Zusammenführung ihrer Sprach-, Daten- und Videonetze vor allem Kostensenkungen und weniger Aufwand beim Netzwerk-Management.

Als weitere Ziele gelten eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten sowie eine Optimierung des Kundenservice.

Nach den Zahlen der Analysten hat das Thema in den vergangenen zwölf Monaten einen großen Sprung nach vorn gemacht. Hatten in einer vergleichbaren Untersuchung vom Vorjahr erst 45 Prozent der Entscheider Konvergenz als "entscheidend" oder "wichtig" eingestuft, sind es in diesem Jahr bereits 84 Prozent.

Wer sich nicht für Konvergenz interessiert, ist in der Minderheit

Die Migration ist denn auch voran geschritten: 2005 war IP-Konvergenz in 20 Prozent der Unternehmen "größtenteils" umgesetzt, in diesem Jahr bereits in 38 Prozent. Und während voriges Jahr noch zwölf Prozent der Befragten keine Pläne in Sachen Konvergenz hatten, sind es 2006 nur noch vier Prozent.