Ernüchterung macht sich breit

Konzerne machen schlechte Erfahrungen mit Outsourcing

21. April 2005
In einer Studie des Beratungshauses Deloitte berichteten Führungskräfte von Großkonzernen über erhebliche Schwierigkeiten mit dem Outsourcing. Jedes vierte Unternehmen erledigt ursprünglich ausgelagerte Funktionen nun wieder selbst. In Zukunft wollen die Konzerne das Thema deutlich vorsichtiger angehen.

Der Studie zufolge haben rund drei Viertel der Konzerne signifikant schlechte Erfahrungen gesammelt. Die Probleme traten in allen Phasen des Outsourcing-Prozesses auf: von hausgemachten Fehlern bei der Aushandlung der Verträge, über Schwierigkeiten bei der Umsetzung bis hin zu einer enttäuschenden Zusammenarbeit mit den Anbietern. Mehr als 80 Prozent haben bestehende Verträge noch einmal nach verhandelt. Insgesamt zeigt sich, dass der Aufwand meist höher ist als erwartet – und die Vorteile geringer.

Viele der Hoffnungen, die Großkonzerne mit Outsourcing verbinden, haben sich nicht erfüllt.
Viele der Hoffnungen, die Großkonzerne mit Outsourcing verbinden, haben sich nicht erfüllt.

Beinahe die Hälfte der Befragten gab an, durch das OutsourcingOutsourcing bisher keine Kosteneinsparungen realisiert zu haben. Fast zwei Drittel mussten zusätzliche Zahlungen leisten, die eigentlich durch die Verträge mit den Anbietern abgedeckt hätten sein sollen. Eine Ursache hierfür ist, dass die großen Konzerne beim Outsourcing in der Regel mit maßgeschneiderten Lösungen arbeiten. Standardangebote der Dienstleister erfüllen selten die komplexen Anforderungen so großer Organisationen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Allerdings können dann auch Skaleneffekte, mit denen die Anbieter um Kunden werben, nicht ausgereizt werden. Rund die Hälfte der Befragten zieht deshalb den Schluss, dass sehr große Unternehmen die ausgelagerten Funktionen genauso effizient selber erbringen könnten.

Zur Startseite