Unternehmen halten sich mit Projekten zurück

Kostenberechnungen bei Portalen zu schwierig

23. Juli 2004
Von Thomas Zeller
Das Thema Portale wird in deutschen Unternehmen kontrovers diskutiert. Immerhin verweigern etwa zwei Drittel der Firmen den Einsatz einer entsprechenden Lösung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Techconsult.

Holger Berg, verantwortlich für die Untersuchung bei Techconsult, möchte das Ergebnis dennoch anders interpretiert sehen. "Durch die qualifizierte Befragung konnten wir die Hürden identifizieren, die Firmen im Vorfeld eines Portalprojektes meistern müssen." Als Konsequenz aus diesen Problemen wurden zahlreiche ProjekteProjekte verschoben oder gar nicht erst in Angriff genommen. Zu den wesentlichsten Hemmfaktoren gehören laut Studie: Alles zu Projekte auf CIO.de

Dennoch haben knapp 21 Prozent der Unternehmen mindestens ein Portal im Einsatz. Weitere elf Prozent stecken bereits in der konkreten Planung eines Portalprojektes. Vorreiter in diesem Bereich sind Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten sowie die Öffentlichen Verwaltungen.

Nur jede dritte Firma entscheidet sich für ein Portal.
Nur jede dritte Firma entscheidet sich für ein Portal.

"Die IT-Entscheider in den Firmen sehen aber im Wesentlichen die positiven Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz einer Portallösung ergeben", ist sich Berg sicher. Die Studie gibt folgende fünf Vorteile für eine Projektumsetzung an:

Problematische ROI-Bestimmung

Ein kosteneffizienter Betrieb oder die Möglichkeit der Wirtschaftlichkeitsberechnung bei Portalprojekten beschäftigt viele Unternehmen. Allerdings konnten bis Mitte des Jahres nur 14 Prozent der Anwenderfirmen eine genaue Kostenberechnung durchführen. Fast die gleiche Zahl scheiterte bei dem Versuch, genaue Zahlen zu ermitteln. Immerhin elf Prozent der Befragten waren bereits im Vorfeld der Meinung, dass eine Kostenersparnis nicht berechenbar sei.

Die Firmen, die bereits eine genaue Berechnung durchführen konnten, erzielten in vielen Fällen Kosteneinsparungen bis zu 40 Prozent. Der durchschnittliche Wert lag hier bei rund 21 Prozent. Gut 17 Prozent der Anwenderunternehmen sprechen jedoch von keinerlei Einsparungen.

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