E-Crime-Studie

KPMG: Die häufigsten Delikte und Gefahren

14. Februar 2013
Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
Angriffe auf Firmen werden komplexer, professioneller, aggressiver. Aber die Prävention ist schwierig, teuer und oft mangelhaft.

Unternehmen in Deutschland machen es den Angreifern leicht: Mitarbeiter, die nicht achtsam sind, und eine fehlende Sicherheitskultur öffnen Tätern geradezu die Tür, um Informationen zu stehlen, wie die Wirtschaftsprüfer von KPMG in ihrer Studie "E-Crime 2012" herausfanden.

Die häufigsten Verbrechen

Verbrechen lohnt sich offenbar doch: Viele Angreifer haben es auf Kontodaten abgesehen.
Verbrechen lohnt sich offenbar doch: Viele Angreifer haben es auf Kontodaten abgesehen.
Foto: KPMG

Häufigstes Delikt mit 37 Prozent: Computerbetrug bei Finanzdienstleistern. In allen anderen Branchen ist Datendiebstahl Cybercrime Nummer 1. Im Vergleich zur Studie von 2010 hat die Verletzung von Betriebsgeheimnissen abgenommen, stattdessen spähen Hacker Daten aus und manipulieren Kontodaten. Letzteres ist laut KPMG deutlich angestiegen.

Als Gefahrenquelle identifizierten die Befragten vor allem in einem Mehr an Endgeräten, in Sozialen Netzwerken und im OutsourcingOutsourcing von kritischen Geschäftsbereichen an Dritte. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) gab an, vor allem mit Social Media sei vorsichtig umzugehen. Gerade vertrauliche Mitarbeiterinformationen könnten so schnell in die Öffentlichkeit geraten und ein Ziel für Angriffe bieten. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Problemfall Berechtigungsmanagement

Weitergabe von Berechtigungen an Dritte sei ebenfalls ein großes Problem, gaben viele Befragten an. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) sagten, dass dies Angreifern ein leichtes Ziel böte. Die Wirtschaftsprüfer unterstreichen in ihrer Studie, dass die Weitergabe von solchen Kennungen oft erst einen Einstieg in das System böte. Aber ob sich das ändern lässt, daran kamen in der Studie Zweifel auf.