Telefonica Deutschland

KPN erwägt Verkauf von Anteilen

20. November 2014
Der niederländische Telekomkonzern KPN will einen Verkauf von Anteilen am deutschen Mobilfunker Telefonica Deutschland nicht ausschließen.

Über das Aktienpaket in Höhe von 20,5 Prozent an dem O2-Netzbetreiber sei noch keine Entscheidung getroffen worden, sagte KPN-Chef Eelco Blok am Mittwoch nach Börsenschluss auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. KPN hatte den Düsseldorfer Netzbetreiber E-Plus mit Wirkung zum 1. Oktober für 5 Milliarden Euro in bar und die 20,5-prozentige Beteiligung an Telefonica Deutschland verkauft. Für die Niederländer gilt seit dem Abschluss der Fusion eine Haltefrist von sechs Monaten.

Bisher hieß es bei KPN, neben dem Wert des Deals von rund 8,55 Milliarden Euro werde der Konzern auch von den angestrebten Synergien des Zusammenschlusses profitieren. Telefonica Deutschland plant durch eine reduzierte Verwaltung und die Zusammenlegung der beiden Netze rund 5 Milliarden Euro an Kosten einzusparen. Ein Verkauf des gesamten Anteils von einem Fünftel würde den Streubesitz der Aktien von Telefonica Deutschland von derzeit gut 17 Prozent schlagartig mehr als verdoppeln. Größter Anteilseigner ist der spanische Mutterkonzern Telefonica mit gut 62 Prozent. (dpa/rs)

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