Outsourcing nicht gefragt

Krankenhaus-IT muss sparen

07. Juni 2004
Von Detlef Scholz
Der Zwang zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung in Krankenhäusern beeinflusst deren IT-Ausgaben überwiegend negativ. Das liege vor allem an der Gesundheitsreform. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Managementagentur Alex & Gross Communications GmbH.

Drei Viertel der circa 2.200 Kliniken in öffentlicher, privater oder gemeinnütziger Trägerschaft müssen in diesem Jahr ohne Etaterhöhungen auskommen. Der Rest darf sich über ein größeres Budget von teilweise über 15 Prozent freuen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Alex & Gross Communications GmbH hervor, die 104 IT-Entscheider in deutschen Krankenhäuser interviewt hat.

IT-Ausgaben kränkeln vor sich hin.
IT-Ausgaben kränkeln vor sich hin.

Gefragt sind in den Hospitälern vor allem solche Software-Lösungen, die interne Arbeitsabläufe standardisieren und Kommunikationsprozesse verbessern. Jeweils rund drei Viertel der Kliniken werden in den kommenden beiden Jahren in Krankenhaus-Informations-Systeme (KIS) und in die elektronische Patientenakte (EPA) investieren. Systeme für die klinische Dokumentation und medizinische Workflow-Systeme stehen mit 66,4 beziehungsweise 61,5 Prozent ebenfalls hoch im Kurs. Lösungen für die elektronische Beschaffung (e-Procurement) berücksichtigen 42 Prozent der befragten IT-Leiter in ihrem Ausgabenplan.

Investitionen: wofür und wieviel?
Investitionen: wofür und wieviel?

Dagegen spielt das Thema OutsourcingOutsourcing im Moment noch eine eher untergeordnete Rolle. Lediglich 9,6 Prozent der Befragten erwägen eine Auslagerung ihrer DV-Systeme an einen externen Dienstleister. Das Hosten der elektronischen Patientenakte, die Ärzten jederzeit den Zugriff auf die aktuellen Untersuchungsergebnisse ermöglichen soll, ist demgegenüber für 31 Prozent denkbar. Über 80 Prozent der Krankenhäuser sind bereit, die EPA gemeinsam mit anderen Institutionen des Gesundheitssektors zu nutzen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

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